Kerstin Schmerer aus Seigertshausen ist Vorsitzende der Hessischen Landjugend

Im Namen der Tracht

In der großen Stadt: Kerstin Schmerer trägt die Tracht auch in ihrer neuen Heimat Frankfurt, hier auf dem Main-Tower. Foto: privat

Seigertshausen/Frankfurt. Die Schwälmer Tracht liegt ihr am Herzen, und sie engagiert sich leidenschaftlich in der Jugendarbeit. Kerstin Schmerer aus Seigertshausen ist Landesvorsitzende der Hessischen Landjugend.

Ende Februar diesen Jahres wurde die 28-jährige Diplom-Sozialpädagogin auf den Posten gewählt. Als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes behält sie die Organisation im Blick, kümmert sich um die Finanzen, die Betreuung der Mitglieder, nimmt repräsentative Aufgaben wahr und engagiert sich in den Bereichen Freizeit und Bildung.

Kontakt zum Vorstand

Seit ihrer Teenagerzeit ist Kerstin Schmerer Mitglied der Landjugendgruppe Volkstanzgruppe Röllshausen. „Mein erster Berührungspunkt mit der Landjugend war die Vertreterversammlung 2008“, berichtet die dynamische 28-Jährige. Dort habe sie durch den Kontakt zum Vorstand und anderen Mitgliedern ein Gespür für die Organisation und die dahinter stehenden Menschen entwickelt.

„Die Liebe zur Tracht habe ich von meiner Großmutter übernommen.“

Kerstin Schmerer

2009 kandidierte sie bereits für den Vorstand und wurde zur Beisitzerin für ein Jahr gewählt. 2010 wurde sie dann für zwei Jahre zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

„Die Liebe zur Schwälmer Tracht habe ich von meiner Großmutter, Christine Schmerer, übernommen“, sagt die Seigertshäuserin. „Mein zehnjähriges Patenkind Sophia hat die Trachtenliebe dann wohl von mir.“ Sophia spielt in Seigertshausen Mandoline und tanzt – so wie ihre Patentante Kerstin im Alter von acht bis zwölf Jahren.

„Irgendwann war zwischenzeitlich die Luft raus“, erzählt Kerstin Schmerer. Durch eine Bekannte sei sie dann zur Röllshäuser Volkstanzgruppe gekommen. Ausstaffiert von ihrer Großmutter, habe sie beim Schwälmer Brautzug mitgewirkt. „Das hat Spaß gemacht, und da bin ich dann dabei geblieben“, verrät die Trachtenliebhaberin, die auch großen Spaß an Mundartgedichten und Volkstanz hat und in ihrer Freizeit gerne historische Romane und Fantasy-Bücher liest.

Seit fast zwei Jahren lebt Schmerer in Frankfurt am Main. Sie arbeitet als Gemeindepädagogin im Bereich Jugendarbeit für die Evangelische Gemeinde in Karben. Berufsbegleitend macht sie in Hephata eine Ausbildung zur Diakonin. Den Abschluss hat sie für 2013 geplant. Wann immer es sich einrichten lässt, kommt die 28-Jährige in die Schwalm und besucht Familie und Freunde.

Um nicht aus der Übung zu kommen und aus Freude am Tanzen hat sie sich der Landjugendgruppe Wehrheim angeschlossen. Von ihrer Schwälmer Tracht kann sich Schmerer nicht trennen. Die hat sie kurzerhand mit nach Frankfurt genommen. Dort lebt sie mit ihrem Partner Henrik Schmidtke. Er stammt aus Wirmighausen (Kreis Waldeck-Frankenberg). „Wir haben uns über die Landjugend kennen und lieben gelernt“, sagt Kerstin Schmerer. Die beiden bilden nun die Doppelspitze der Hessischen Landjugend, denn Henrik ist seit 2008 Landesvorsitzender.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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