Neue Ausstellung im Goßfeldener Museum zeigt Otto Ubbelohde als Landschaftsmaler

Naturkräfte werden lebendig

Mittelgebirgslandschaften: Gemälde von Otto Ubelohde werden derzeit im Ubbelohde-Haus in Goßfelden ausgestellt. Foto: nh

Lahntal. Mittelgebirgslandschaften von Otto Ubbelohde stehen im Zentrum einer Ausstellung im Ubbelohde-Haus in Lahntal-Goßfelden.

Der Vorsitzende der Ubbelohde-Stiftung, Ludwig Rinn, sprach bei der Eröffnung über die Bedeutung der Freilichtmalerei vor und um 1900. Dabei befasste er sich mit Otto Ubbelohdes Streben, die Erkenntnisse aus seiner Gesellen-Wanderschaftm, unter anderem in Worpswede, kreativ zu verwerten.

Die Entscheidung, in den Lahnwiesen bei Goßfelden mit seiner Frau ein Haus zu bauen und sesshaft zu werden, unterstreiche die konsequente Abkehr von der Kunstszene und die Hinwendung zum bewussten malerischen Erfassen dieser neuen Umwelt, sagte Rinn. „Otto Ubbelohde verkörpert ein Freiheitsempfinden, das die hiesige Mittelgebirgslandschaft als Ausdruck elementarer Naturkräfte erfahren lässt.“ Vor diesem künstlerischen Hintergrund müsse die Vereinfachung und Reduzierung des Bildgegenstandes auf Felder, Wolken, Höhenzüge und Bäume betrachtet werden. Durch sie werde die Unmittelbarkeit des Dargestellten vertieft. Otto Ubbelohdes Bilder sind Werke, die Landschaft neu erstehen lassen und somit nicht deckungsgleich mit der Natur sind. Die Bilder präsentieren Natur als Produkt der Malerei, also Landschaft als Erfindung der Maler und die Herausforderung, sich an der Natur gestalterisch abzuarbeiten. (red)

• Der hessische Landschaftsmaler und Grafiker Otto Ubbelohde (1867 bis1922) wurde vor allem durch seine im frühen 20. Jahrhundert entstandenen Illustrationen der Märchen und Sagen der Brüder Grimm bekannt.

• Ausstellung: noch bis zum 9. Januar samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr im Ubbelohde-Haus in Großfelden.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare