Kellerwaldturm könnte bald ein Ende finden

Naturschutz prüft Turmbau des Wetterdienstes am Wüstegarten

Zankapfel: Der Streit um die Sanierung des Kellerwaldturms könnte bald ein Ende haben. Foto: Archiv/Yüce

Jesberg. Der Streit um den Kellerwaldturm könnte bald ohne großes Zutun des Naturparks oder der Gemeinden ein gutes Ende finden.

Der Deutsche Wetterdienst hat weiter Interesse einen Turm auf dem Hohen Keller zu bauen. Das berichtete Bürgermeister Günter Schlemmer in der Sitzung der Gemeindevertreter.

Zurzeit prüft der Naturschutz die Möglichkeiten für den Turmbau in dem Gebiet, das höchsten Naturschutzbedingungen unterliegt. Deshalb sei der Bau eines solchen Turmes ein Spagat.

Geplant sei ein 60 Meter hoher Turm, der etwa 200 Meter neben dem alten Turm aufgebaut würde. Darauf könnte eine Aussichtsplattform für Besucher entstehen.

Der Deutsche Wetterdienst suche dringend einen neuen Standort und bevorzuge den Wüstegarten, erläuterte Schlemmer. Damit würden sämtliche Kosten für den Naturpark zur Sanierung des bestehenden maroden Turms entfallen. Der alte Turm werde aber erst abgebaut, wenn man sich mit dem Wetterdienst eine Lösung finden könne.

Dazu müsse nun der Naturschutz sein Ja geben, so Schlemmer. Bis dahin verfolgten Naturpark und Gemeinde die Forderung, den Kellerwaldturm zu erhalten und ihn zu sanieren.

„Erst wenn alle Hindernisse aus dem Weg geräumt sind, und wir uns mit dem Wetterdienst einigen, sind wir bereit, den Turm abzubauen“, sagte Schlemmer. (tyx)

Quelle: HNA

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