Ende wegen Trockenheit

Naumburg gibt Wassertretstelle im Brederich auf

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Künftig ohne Wasseranschluss: Die Zeit als Kneippeinrichtung ist passé, künftig ist das Areal der früheren Wassertretstelle im Brederich bei Naumburg ein Rastplatz für Wanderer. Die Holzbecken sind bereits entfernt. 

Naumburg. Das Ende kam überraschend: Die Wassertretstelle im Brederich vor den Toren Naumburgs gibt es als solche nicht mehr. Die Stadt macht daraus einen Rastplatz für Wanderer.

Die aus wuchtigen Holzstämmen geschlagenen Becken für Anwendungen nach den Vorgaben des Priesters mit der Wasserkanne, Sebastian Kneipp, sind verschwunden, die Stadt hat die bei Gästen und Einheimischen beliebte Einrichtung umfunktioniert. Die hölzerne Hütte ist nun Wanderbaude, die umzäunten Parzelle ein Rastplatz, wo man in idyllischer Umgebung eine Pause während der Tour durch die Gemarkung einlegen kann.

Die über Jahrzehnte bestehende Wassertretstelle wurde über einen kleinen, namenlosen Bach gespeist. In den vergangenen drei, vier Jahren habe der aber immer weniger Wasser geführt, mehrfach habe man ein Schild anbringen müssen mit einer Erklärung, warum für die Einrichtung nicht genügend oder gar kein Wasser zur Verfügung steht, erklärt Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable (parteilos). „Ich beobachte das mit der Trockenheit schon seit mehreren Jahren mit Schrecken“, kommentiert Hable die Situation direkt am Waldrand.

Man habe nun die Konsequenzen gezogen und die dortige Kneipp-Anlage aufgegeben. Das sei in Abstimmung mit dem Ortsbeirat und dem Naturpark Habichtswald geschehen. Der Zeitpunkt habe sich auch deswegen angeboten, weil man die hölzernen Wasserbehälter angesichts ihres Zustands durch neue hätte ersetzen müssen. Kosten: rund 5000 Euro. Eine neu zu verlegende Wasserversorgung von den nahe gelegenen Quellen im Wintersgrund bis zur Tretstelle hätte laut Bürgermeister 10 000 Euro gekostet.

Statt dessen habe man sich entschieden, das Zäpfchen, die Wassertretstelle an der Fritzlarer Straße im Stadtgebiet für die zur Verfügung stehenden 5000 Euro aufzuwerten. Der Vorteil dort sei, dass ganzjährig genug Wasser fließe.

Die Stadt Naumburg erhielt 1995 das staatliche Prädikat Kneippkurort, 2007 dann das Prädikat Kneippheilbad.

Quelle: HNA

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