40 Leerstände - von Programm Aktive Kernbereiche soll Wolfhagens Mitte profitieren

Den Negativtrend stoppen

Wolfhagen. Es ist ein mühsames Geschäft. 40 Läden stehen in der Wolfhager Kernstadt leer - und dieses Problem zu entschärfen, ist alles andere als leicht.

Mit dem Programm Aktive Kernbereiche soll es gelingen, frischen Schwung in Wolfhagens Mitte zu bringen. „Wir müssen den Negativtrend stoppen“, sagte Michael Bergholter vom Kasseler Büro ANP am Montag bei einer Zwischenbilanz im Wolfhager Rathaus. Einige Vorhaben seien schon weit fortgeschritten. Allen voran das geplante Familien- und Kulturzentrum im früheren Katasteramt. Über das Programm der Kernbereiche gibt es eine beachtliche Fördersumme, 1,4 Millionen Euro, von denen die Stadt Wolfhagen aber rund 30 Prozent selbst aufbringen muss.

Im Ex-Amtsgericht an der Burgstraße, das seit vielen Jahren leer steht, könnten demnächst Gruppen für Betreutes Wohnen einziehen. Über einen entsprechenden Vertrag zwischen den jetzigen Eigentümern und einem möglichen Betreiber werde verhandelt, so Bergholter. Und schließlich gibt es noch die Hotel-Idee für die Burg. Mit herkömmlichen Hotelbetreibern sei das Projekt nicht zu verwirklichen, aber mit einem regionalen Ansatz, etwa einem gesundheitlichen Schwerpunkt und einheimischen Produkten. Eine Untersuchung soll noch in diesem Jahr Aufschluss bringen, ob ein Hotelbetrieb machbar ist. Das Regionalmuseum an der Ritterstraße müsse deswegen nicht weichen.

Auf jeden Fall müsse Wolfhagen mit einem eigenen Profil auf sich aufmerksam machen.

Kaufkraft von außen

Für Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake steht fest, dass Wolfhagen Kaufkraft von außen, aus dem Umland braucht. Das bedeute, das Angebot in Wolfhagens Kern müsse so attraktiv sein, dass Menschen aus anderen Städten und Gemeinden zu einem Abstecher in die Innenstadt fahren.

Eine lebendige Zukunft der Kernstadt sei maßgeblich an eine stabile Bausubstanz der Fachwerkhäuser gebunden, sagt Wolfhagens Bauamtsleiter Michael Joost. Durch energetische Sanierung könne der Wert der Immobilie gesteigert werden, reduziere man zudem die Nebenkosten. Drei bis fünf Fachwerkhäuser sollen in nächster Zeit musterhaft energetisch saniert werden. Wer und wo das sein wird, stehe noch nicht fest, so Joost. (awe)

Quelle: HNA

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