Netcom baut Netz aus: Neue Leitungen für Gudensberg

Gudensberg. Die Zeiten mit einem „Steinzeit-Internet" mit Übertragungs-Geschwindigkeiten von teilweise unter 1Mbit/s in Teilen des Stadtgebietes gehören bald der Vergangenheit an.

Nach langen Verhandlungsrunden verkündete Bürgermeister Frank Börner am Donnerstagabend vor den Stadtverordnete, dass es einen Durchbruch bei den Bemühungen um eine schnelle Lösung gegeben habe.

„Unsere Geduld und unsere Hartnäckigkeit haben sich ausgezahlt“, sagte Börner. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten zur Verlegung der modernen Glasfaserleitungen beginnen. Das habe die Netcom Kassel zugesagt, mit der man sich jetzt geeinigt habe, erläuterte der Bürgermeister.

Die Netcom Kassel, eine Tochtergesellschaft der Städtischen Werke, wird den Ausbau des Netzes übernehmen und es auch betreiben. Bis Ende 2016 soll allen Gudensbergern in allen Stadtteilen eine Internet-Bandbreite von dann 30 bis 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Schon Anfang 2016

„Die Netcom hat uns versichert, dass bereits Anfang 2016 die ersten Anschlüsse gebucht werden können“, sagte Börner. Der Ausbau ab Oktober 2015 soll in den Stadtteilen Dorla, Gleichen und Obervorschütz beginnen.

Bereits vor mehr als drei Jahren hatte die SPD-Fraktion mit einem Antrag darauf gedrungen, für Gudensberg möglichst schnell eine Lösung der Internet-Problematik zu suchen und zu finden.

Keine Kosten für die Stadt

Die Pläne der nordhessischen Landkreise, die gemeinsam den Breitband-Ausbau vorantreiben wollen, dauerten den Gudensbergern zu lange. Deshalb gab es bereits Verhandlungen mit Netzbetreibern, für die die Stadt die Investitionskosten für die Glasfaser-Verlegung selbst getragen hätte. Kosten: rund zwei Millionen Euro. „Eine Kostenbeteiligung der Stadt ist jetzt mit der Netcom nicht erforderlich“, sagte Frank Börner. Zwar hätte es jetzt etwas länger gedauert als gehofft, dafür müsse Gudensberg keine Millionensumme mehr vorstrecken.

Die Netcom Kassel werde die Anschlüsse zu ihren üblichen Vertragsbedingungen anbieten, so die Auskunft der Stadtverwaltung. Das Glasfasernetz wird bis zu den Knotenpunkten (graue Kästen) in den einzelnen Ortschaften verlegt, von dort aus bleiben die üblichen Kupferkabel bestehen.

Quelle: HNA

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