Bau könnte Ende des Jahres starten

Neubau der Fuldabrücke Büchenwerra verzögert sich

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Schäden sind zu sehen: Die Fuldabrücke in Büchenwerra muss ersetzt werden. Bauamtsleiter Steffen Tasler zeigt auf Beton, der abbröckelt.

Büchenwerra. Büchenwerra bekommt eine neue Fuldabrücke, so viel steht fest. Offen ist hingegen noch, wann sie gebaut wird.

Man hoffe aber, dass der Bau noch Ende dieses Jahres starten könne, berichtet der Guxhagener Bauamtsleiter Steffen Tasler. Derzeit hängt alles am Förderantrag, den die Gemeinde vor einem Jahr bei Hessen Mobil und dem Amt für Bodenmanagement (AfB) gestellt hat. Denn laut Tasler liegt noch keine Entscheidung darüber vor, mit wie viel Geld die neue Brücke gefördert wird. „Es soll zeitnah entschieden werden, heißt es“, sagt Tasler. 

Dass sich die Bewilligung so lange hinzieht, hänge damit zusammen, dass die Förderung erstmals aus zwei Töpfen finanziert werden soll. Die Koordination von Hessen Mobil und von AfB ziehe die Entscheidung in die Länge, sagt Tasler. „Aber sobald wir den Förderbescheid haben, können wir die Arbeiten ausschreiben.“

Der Brücke, die Mitte der 1970er-Jahre gebaut wurde, sieht man ihr Alter mittlerweile an. Die Betondeckung sei gerade einmal 3,5 Zentimeter dick, normal seien um die sechs Zentimeter, sagt Tasler. „Deshalb kommt auch eine Sanierung nicht in Frage.“

Die neue Wirtschaftswegebrücke soll breiter sein als die alte, damit sie künftig für landwirtschaftliche Maschinen problemlos befahrbar ist. Tasler rechnet mit 1,5 Jahren Bauzeit. „Ursprünglich war mal die Idee, die neue Brücke neben der bestehenden zu bauen, damit die alte dann während der Bauarbeiten weiter genutzt werden kann“, erzählt Tasler. 

Das habe allerdings gegen die Förderrichtlinien verstoßen. „Für den Abriss gibt es nur Fördergeld, wenn der Neubau an derselben Stelle errichtet wird“, ärgert sich der Bauamtsleiter. Deshalb wird man während der Bauphase Büchenwerra ausschließlich über den Umweg über Guxhagen erreichen.

1,9 Millionen Euro sind im Haushalt für den Neubau der Brücke veranschlagt. Eine reine Radwegebrücke wäre zwar deutlich günstiger gewesen, aber keine Option, sagt Tasler. Die Feuerwehren Ellenberg und Büchenwerra, die vor einiger Zeit fusioniert sind, bräuchten dringend die schnelle Verbindung. Auch für Landwirt Bernhard Reuße sei sie unverzichtbar. „Hinzu kommt der Verkehr zum Campingplatz. Die Camper fahren alle mit ihren Wohnwagen oder Wohnmobilen über die Brücke.“

Wenn alles glattgeht und die Entscheidung über die Förderung in den nächsten Wochen fällt, könnte Ende des Jahres der Bau starten. „Die Hauptbauzeit wird sich aber über das kommende Jahr erstrecken“, sagt Tasler.

Quelle: HNA

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