Förderkreis des Klinikums Melsungen drängt auf schnelleren Krankenhausbau

Neubau kaum vor 2015

Die Chirurgie in der Melsunger Asklepios-Klinik ist mit medizinischem Personal gut ausgestattet: Unser Bild zeigt einen Operationssaal mit von links Dr. Günter Aurand, Rita Reich, Silke Gerlach, Jutta Kaiser und Andreas Pfarr. Archivfoto: Müller-Neumann

Melsungen. Obwohl weitgehend in trockenen Tüchern –vor 2015 wird wohl kaum mit dem Bau eines neuen Krankenhauses in Melsungen begonnen werden können. Asklepios-Regionalgeschäftsführer Dr. Dirk Fellermann machte dies vor der Jahreshauptversammlung des Freundes- und Förderkreises des Klinikums deutlich.

Das Projekt mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren sei im Wesentlichen genehmigt. Doch, so Dr. Fellermann, es seien noch etliche Verhandlungen nötig. So gebe es, wie Fördervereinsvorsitzender Karl-Heinz Dietzel ergänzte, zur Einrichtung einer seit Jahren angestrebten psychiatrischen Abteilung noch immer keine Entscheidung.

Immerhin: Die Belegung der Asklepios-Klinik in der Bartenwetzerstadt ist „sehr erfreulich“, hieß es weiter. In der Inneren Abteilung, ohnehin auf hohem Niveau, haben sich inzwischen auch in der Chirurgie die so genannten Fallzahlen seit September 2010 verdoppelt. Und auch dies wurde in der Versammlung hervorgehoben: Das Personal im Krankenhaus ist von 80 auf 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt worden.

So machte denn auch Chirurgie-Chefarzt Dr. Günter Aurand für seinen Bereich auf eine gute Ausstattung mit medizinischem Personal aufmerksam, die sich in drei Fachärzten, vier Assistenzärzten, einer operationstechnischen Assistentin und mehreren externen Operateuren darstelle.

Fallzahlen gestiegen

Hinzu kommt, so Dr. Eike Wulf Philipp, Anästhesie-Chefarzt und zuständig für OP-Koordination, dass alle Behandlungsräume renoviert und modernisiert worden seien. Neben den Fallzahlen und den Belegungstagen seien auch die ambulanten Behandlungen um 15 Prozent gestiegen.

Abschiedszimmer

Und das ist ebenfalls neu im Melsunger Klinikum, wie Chefarzt Dr. Gunther Claus (Innere Abteilung) berichtete: Die Innere Abteilung hat jetzt 50 Betten in der 1. Etage, dadurch hat die Chirurgie 15 Zimmer mehr; ein „Abschiedszimmer“ wurde eingerichtet; die nuklearmedizinische Praxis wurde erneuert; eine Lyse-Behandlung kann angeboten werden; Diabetes-Schulung ist stationär möglich; digitales Röntgen mit Bildgebung in allen Räumen; ein neues Echo-Kardiographgerät wird angeschafft. Geplant sind außerdem ein Schockraum und ein Aufnahmezimmer.

Schließlich sind Gespräche mit Orthopäden im Gange, die auf eine Spritzentherapie bei Bandscheibenschäden abzielen.

Zuvor hatte Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Dietzel einen ausführlichen Jahresrückblick gegeben, Schatzmeister Herbert Gießler die gute finanzielle Lage des Förderkreises erläutert. Allerdings, so Gießler, sei „wegen der allgemeinen Verunsicherung“ die Mitgliederzahl zurückgegangen, betrage aber immer noch 183. Es müsse ausdrücklich gesagt werden, dass die vom Verein angeschafften Geräte und Gegenstände nicht Asklepios zu Gute kämen, sondern als Eigentum des Vereins ausschließlich den Patienten des Melsunger Klinikums.

Diabetes-Tag im November

Noch einmal rief Vorsitzender Dietzel das Land Hessen auf, die Neubaupläne zu beschleunigen, zumal sich die Belegung wesentlich verbessert habe. Der Förderverein will in diesem Jahr noch die Aktion „Melsungen gegen den Schlaganfall“ und einen erneuten Diabetes-Tag im November in der Bartenwetzerstadt unterstützen. (zmü)

Quelle: HNA

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