Neubau der Wolfhager Klinik scheint abgehakt

HNA/Müller

Wolfhagen. Die Chancen für einen Neubau des Wolfhager Krankenhauses sinken. Der Vorstandsvorsitzende der GNH sagte, „ein Neubau ist nicht prioritär wie in Hofgeismar“.

Die Gesundheit Nordhessen Holding, zu der auch die Wolfhager Klinik gehört, müsse mit ihren Investitionsmitteln haushalten. Im Klartext: Wenn ein Neubau nicht zwingend erforderlich ist, werde man sich die Ausgabe sparen.

Honsel erklärte, das Wolfhager Haus sei „von seiner funktionellen Bauweise her gut geeignet“ für einen zeitgemäßen Klinikbetrieb. „Es ist zwar nicht mehr alles brandneu“, so der GNH-Chef, Karsten Honsel, das 84-Betten-Haus sei aber „von seiner Grundstruktur gut geeignet, die Patienten gut zu versorgen“. Ein Neubau sei „nicht überlebensnotwendig“.

Sein Vorgänger an der Spitze der GNH, Dr. Gerhard Sontheimer, dessen Vertrag im Frühjahr nicht mehr verlängert wurde, war dagegen ein klarer Befürworter eines Neubaus, der, je nach Unterstützung durch das Land Hessen, nach Fertigstellung einer neuen Klinik in Hofgeismar folgen sollte.

Die Stadt Wolfhagen hatte im vergangenen Jahr den Hof Waßmuth mit großem Grundstück am Ortsausgang von Wolfhagen in Richtung Bründersen erworben. Im Zusammenhang mit dem Kauf wurde von Bürgermeister Reinhard Schaake immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Grundstück um ein bestens geeignetes Areal für die neue Klinik handele.

Karsten Honsel verpasste zudem allen, die weiter auf eine Wiedereröffnung der Geburtshilfe in der Wolfhager Klinik hoffen, einen deutlichen Dämpfer: „Das ist keine reale Option.“ Hessens Sozialminister Stefan Grüttner habe sich dazu unmissverständlich geäußert. Demnach würde das Land Hessen eine Wiedereröffnung der Geburtshilfe nicht zulassen.

Mehr zum Thema in der gedruckten Montag-Ausgabe. 

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare