Gesprächstermin

Förderung läuft aus: Forum Asyl aus Schwalmstadt richtet sich neu aus

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Diskussionsrunde: Das Forum-Asyl wurde 2015 gegründet, hier ein Foto der Teilnehmer im Gespräch mit Diakon Björn Keding (Dritter von rechts).

Schwalmstadt. Das Forum Asyl Schwalmstadt richtet sich neu aus: Darüber soll am Dienstag, 5. Juni, ab 17 Uhr im Kirchsaal der Hephata-Kirche in Treysa gesprochen werden.

Die Moderation übernimmt Diakon Björn Keding, Geschäftsführer der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Das Forum Asyl gründete sich im Dezember 2015. Hier kommen Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren wollen, und Menschen, die die Hilfe von Ehrenamtlichen benötigen, zusammen. 

Im Forum vertreten sind Einzelpersonen sowie der Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde in Schwalmstadt, der Magistrat der Stadt Schwalmstadt, der Projektkoordinator für Flüchtlingsfragen im Schwalm-Eder-Kreis, die Flüchtlingsberatung des Diakonisches Werks im Schwalm-Eder-Kreis, der Kirchenkreis Ziegenhain und die Diakonische Gemeinschaft Hephata.

Die Koordination des Forums liegt bislang in den Händen von Clara Förster. Die Sozialmanagerin ist seit Juli 2015 als Projektkoordinatorin Asyl für die Hephata Diakonie tätig und hat in dieser Funktion auch die Koordination des Forum Asyl übernommen.

Förderung läuft aus

Die Stelle von Clara Förster wird seit 2015 von der Aktion Mensch gefördert. Die Förderung läuft nun zum 30. Juni aus. Versuche, andere Fördergelder für die Stelle zu gewinnen, blieben leider bislang erfolglos. „Das ist sehr schade“, sagt Björn Keding. „Clara Förster hat eine sehr gute Arbeit geleistet und das Forum auf stabile Füße gestellt.“ Förster habe in erster Linie vernetzt, Ehrenamtliche und Flüchtlinge in Beziehung gebracht und sogenannte Engagement-Pakete gestaltet, so Keding.

Sie etablierte Freizeitangebote für Flüchtlinge und Patenschaften, mehr als 200 Ehrenamtliche bringen sich ein. „Dabei müssen die Ehrenamtlichen viel aushalten. Es geht häufig um Themen wie Abschiebung, aber auch Trauerbewältigung, besonders wenn es um Familiennachzug geht“, erklärt der Diakon.

Nun müssten die Mitglieder des Forums überlegen, wie es weitergehen soll: Die Diakonische Gemeinschaft Hephata könnte einen Teil der übergeordneten Koordination weiter übernehmen und dafür eine 450 Euro-Stelle schaffen. Für die Übernahmen anderer, täglicher Koordinationsaufgaben hätten sich, so Keding, Mitglieder des Arbeitskreises für Toleranz und Menschenwürde sowie über die Ehrenamtskoordination des Kirchenkreises Ziegenhain ehrenamtlich bereit erklärt. „Die Intensität und Menge der Koordinationsarbeit wird dann jedoch nicht die gleiche wie bislang sein können“, sagt der Diakon.

Die künftige 450-Euro-Kraft könne sich vor allem um die Pflege der Datenbank von ehrenamtlichen Helfern und hilfesuchenden Flüchtlingen sowie die Klärung rechtlicher Fragen wie den Versicherungsschutz Ehrenamtlicher kümmern. Für Bewerbungen, gern aus dem Forum, sei man offen. 

Informationen: Diakonische Gemeinschaft Hephata, Björn Keding, Tel.: 0 66 91/18-14 02 und E-Mail: bjoern.keding@hephata.de.

Quelle: HNA

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