Arbeitskreis lädt zur Eröffnung am 16. April ein

Neue Ausstellung: Kampf um den Wallgraben als Wahrzeichen der Festungsstadt

Schön, aber gefährdet: Der Wallgraben in Ziegenhain. Ihm ist eine neue Ausstellung gewidmet. Archivfoto:  Quehl

Schwalmstadt. Der Wallgraben ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Ziegenhains. Donnerstag eröffnet der Arbeitskreis Festung Ziegenhain eine Ausstellung, die dem ihm gewidmet ist.

Der Wallgraben ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Ziegenhains und weist die Stadt als Wasserfestung aus. Erbaut in den Jahren 1537 bis 1546, war er mit dem dazu gehörigen Wassersystem aus Schwalm und Schargräben als Verteidigungsanlage konzipiert. Ziegenhain galt daher als uneinnehmbar und „so fest wie Ziegenhain" war ein bekannter Begriff. Am Donnerstag eröffnet der Arbeitskreis Festung Ziegenhain eine Ausstellung, die dem Wallgraben gewidmet ist.

Zur Ausstellungseröffnung lädt der Arbeitskreis Festung Ziegenhain für Donnerstag, 16. April, 19 Uhr, in die Direktion der Kreissparkasse in Ziegenhain ein. Sie ist vollständig dem Ziegenhainer Wallgraben gewidmet. Die Eröffnungsrede hält Bürgermeister Dr. Gerald Näser. Das Musikprogramm gestaltet Stefan Reitz mit dem Saxophonquintett der Melanchthon-Schule Steinatal.

Ziegenhain galt als uneinnehmbar und „so fest wie Ziegenhain“ war ein bekannter Begriff. Nach der Besetzung der Stadt durch napoleonische Truppen erfolgte der Befehl, die Festungsanlage zu schleifen, was aber nur halbherzig ausgeführt wurde. Ziegenhain wurde Teil des neu gegründeten Königreichs Westfalen, später fiel die Anlage zurück an Hessen und hatte seitdem keinerlei Verteidigungsfunktion mehr. Seit dieser Zeit wurde der Wallgraben auch als Naherholungs- und Ausflugsziel von den Bürgern genutzt. Der zugefrorene Wallgraben lud Jahrzehnte zum Flanieren und Schlittschuhlaufen im Winter ein, im Sommer zum Boot fahren und angeln. Leider drohte der Wallgraben in den vergangenen Jahren immer mehr an Wassertiefe zu verlieren, zu verschlammen und verlanden. Bei Voruntersuchungen, die daraufhin vorgenommen wurden, stellte man fest, dass sich Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Graben befinden. Der Wallgraben ist seitdem für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Daher fordere der Arbeitskreis Festung den Erhalt und die Sanierung dieses einzigartigen Kulturdenkmals beim Eigentümer, dem Land Hessen, an.

Mit der Ausstellung möchte der Arbeitskreis auf die Bedeutung des Wallgrabens für Ziegenhain und für die Region hinweisen.

Eröffnung: Donnerstag, 16. April, 19 Uhr

• Die Ausstellung ist in der Zeit vom 16. April bis Freitag, 8. Mai, während der Öffnungszeiten zu besichtigen, Montag und Freitag 9 bis 17 Uhr, Mittwoch 9 bis 13 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 bis 18 Uhr.

Quelle: HNA

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