Kunstaustellung in der Kunst- und Kultur-Mühle

Neue Ausstellung: Der Kasseler Manfred Kempe  präsentiert Aquarelle 

Melsungen/Beiseförth. Manfred Kempe sieht in den Augen einer Eule mehr als den starren Blick. Das spiegelt sich in seinen Aquarellen wieder.

Über 50 Bilder, auf denen Eulen zu sehen sind, stellt der pensionierte Kunstlehrer am kommenden Wochenende in der Kunst- und Kultur-Mühle in Beiseförth aus.

„Eulen nach Athen tragen ist Unsinn, nach Beiseförth macht Sinn“, so steht es in der Einladung des Künstlers. Die Redensart „Eulen nach Athen tragen“ geht auf die alten Griechen zurück und steht für eine überflüssige Tat. Denn Eulen zierten damals die Münzen Athens. Der griechische Dichter Aristophanes bezeichnete es als überflüssig, diese ins reiche Athen zu schicken. „Hier in unserer Region sind keine Eulen zu besichtigen, einige Abbildungen würden deshalb nicht schaden“, so Kempe.

Ein Jahr lang hat sich der 65-Jährige mit den Vögeln beschäftigt. „Die Augen sind’s“, sagt Kempe und zeigt ein Aquarell, das die Augen einer Eule großformatig und in einer abstrakten Form zeigt. Die Augen würden den Betrachter fokussieren, das fasziniere ihn sehr. Deshalb hat er sich die Eule zum Thema gemacht. „Damit konnte ich mich eine längere Zeit auseinandersetzen.“ Über ein Jahr lang durchlebte er dabei verschiedene Schaffensphasen. Im Fokus seiner Arbeit war stets das Kennenlernen der Eule. Bücher, Dokumentationen und Zeitschriften über den Vogel habe er gelesen und gesehen. Dadurch fiel ihm das Malen leichter, so Kempe.

Immer wieder habe er sich dabei die Frage gestellt: „Wie kann ich die Eule so faszinierend darstellen, wie ich sie sehe?“ Anfangs hat er sich deshalb erst in der naturgetreuen Abbildung einer Eule geübt. Als er damit zufrieden war, ging er über in die, wie er es nennt, „Steinbruchphase“. Diese Phase sei die wichtigste Zeit während des Jahres gewesen.

Das Motiv der Eule blieb, allerdings entstanden zu dieser Zeit abstrakte Formen. Die Bilder sind völlig losgelöst von der Natur. Die Augen der Eule erkenne man aber trotzdem noch, so Kempe. Und das sei sein Ziel seiner Arbeit gewesen. Das letzte Mal stellte Kempe vor fünf Jahren in Beiseförth aus. Heute seien seine Aquarelle künstlerisch kaum zu vergleichen mit seinen früheren Gemälden. Bei der jetzigen Ausstellung geht es vor allem um Kontraste, sagt der passionierte Künstler.

Die Vernissage in der Kunst- und Kultur-Mühle Beiseförth, Mühlenstraße 7, beginnt am Samstag, 7. Oktober, um 16 Uhr. Die Schau ist zudem am Sonntag, 8. Oktober, von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. www.kukumue.de

Quelle: HNA

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