Neue Autos fahren auch am Tag mit Licht

Schwalm-Eder. Neue Automodelle müssen seit Februar mit einem Tagfahrlicht ausgestattet sein. Ältere Wagen müssen nicht nachgerüstet werden, jedoch empfiehlt Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, die Nachrüstung auch für ältere Modelle.

Auch Siegmar Meibert, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Schwalm-Eder, begrüßt das Tagfahrlicht grundsätzlich. „Die Erkennbarkeit wird besser“, sagt der Verkehrsexperte aus Felsberg. Das sei ein eindeutiger Beitrag zur Verkehrssicherheit, „man wird mit Licht auch am Tag viel besser gesehen.“

Motorradfahrer müssen wegen der besseren Erkennbarkeit ohnehin mit Beleuchtung fahren. Die „Dauerlichteinschaltung“ gilt für sie bereits seit 20 Jahren.

Markus Brettschneider, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder in Homberg, weist auf die guten Erfahrungen aus Skandinavien hin, wo es bereits seit langem eine allgemeine Lichtpflicht gibt.

Das Tagfahrlicht wird bei neuen Autos automatisch mit dem Anlassen des Motors eingeschaltet. Das hat als positiven Effekt, dass das Lichteinschalten nicht vergessen werden kann. Denn häufig kommt es in der Dämmerung zu brenzligen Situationen, weil Autofahrer das Licht vergessen haben. „Das ist auch ein Sicherheitsgewinn für Fußgänger und Radfahrer, die die Geschwindigkeit von Autos dadurch viel besser einschätzen können“, sagt Rudi Hupfeld, Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Melsungen.

Die Europäische Kommission hatte beschlossen, bei allen neuen Kraftfahrzeugtypen ab 2011 Tagfahrleuchten zur Pflicht zu machen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hatte das seit Jahren gefordert. Drei Prozent aller Unfälle könnten laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen durch das Tagfahrlicht vermieden werden. (mso/geh/dir)

Quelle: HNA

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