Eintritt bleibt frei

Neue Betreiber für Campingplatz und Naturbad Wallenstein

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Betrieb unter der Burgruine: Die Familie Zinn, hier mit Petra Zinn und Sohn Moritz, ist nun für die Hege und Pflege von Burg, Campingplatz und Naturbad verantwortlich.

Wallenstein. Über zu wenig Arbeit wird sich Familie Zinn aus Wallenstein in der nächsten Zeit sicher nicht beklagen: Sie hat vom Landkreis den Zuschlag für den Kauf des Campingplatzes und des Naturbades in Wallenstein bekommen und wird beides betreiben. Auch einen neuen Namen gibt es schon.

„Strandbad Nr. 1“ soll der heimelige Platz im Knüll schon bald heißen. Die Familie Zinn betreibt seit Jahren ein Hotel im Dorf und fühlt sich mit dem Ort, der Burg und dem Bad verbunden. Man sieht sie im Sommer oft im Schwimmbad. Die Kinder Katharina (27) und Moritz (21) sind dort quasi aufgewachsen.

Für beide soll der Betrieb nun eine neue Existenz werden. Daher wollen sie zwar mit einem neuen Konzept für die Gastronomie starten, aber vieles beim Alten lassen. Zum Platz dazu gehört die Burg Wallenstein. Sie soll frei zugänglich bleiben, Spaziergänger können sich dort aufhalten, und der Platz wird weiter für Gruppen zum Zelten genutzt, auch die Ritterspiele und die Sonnenwendfeiern sollen weiter so laufen.

Das gilt auch fast genau so für den Bad-Betrieb. Der Eintritt wird auch im kommenden Sommer frei sein. Hintergrund ist die Badeaufsicht. „Wird das Naturbad wie ein öffentlich zugänglicher See betrieben, dann gelten die gleichen Regeln“, sagte Petra Zinn. Wer dort badet, tut dies auf eigene Gefahr. Daher dürfe man keinen Eintritt nehmen. Nur im Hochsommer, wird es weiter eine Badeaufsicht geben.

Mit all diesen Regeln musste sich die Familie erst auseinandersetzen. Auch die Sicherheit an der Burgruine gehörte dazu. Der Entschluss zum Kauf des Geländes sei trotz ihrer Vision dafür nicht leicht gewesen, erzählt Petra Zinn. Schließlich sei dies eine große Verantwortung. Das gesamte Gelände mit Burg ist elf Hektar groß. Sie ist aber zuversichtlich. „Wir sind eine Familie. Alle packen mit an“, sagte sie.

So wird es bis zur Eröffnung in zwei Monaten noch viel zu tun geben: Der Campingplatz wird auf Vordermann gebracht, Hecken werden geschnitten und Rasen gemäht, der Beckenrand am Bad wird saniert, es gibt neue Duschen, das Kinderbecken wird erneuert. Später soll eine Außensauna dazu kommen, um den Wohlfühlcharakter zu stärken Die Burg wird angestrahlt, das soll zum Verweilen auf der Terrasse einladen.

Auch die Gaststätte wird in den nächsten Wochen renoviert. Der Betrieb soll auch weiter ein Saisongeschäft bleiben. „Wir werden von Ostern bis Oktober öffnen“, sagte Zinn. „wollen aber die Öffnungszeiten verlängern, auch abends soll das Bistro geöffnet sein.“

Zudem finden die Zinns den Platz einmalig: „Wir wollen das Kleinod herausstellen und die schöne Atmosphäre zeigen.“ Aufgepeppt werden soll auch die Küche. Der 21-jährige Moritz lernt noch bis zum Sommer Koch im Kasseler Gutshof und hat Ehrgeiz in der Küche, will aber auf die Zielgruppe eingehen. Die Gerichte sollen schmecken und bezahlbar bleiben. Der Campingplatz hat 140 Plätze; zurzeit sind 60 davon mit Dauercampern belegt.

Quelle: HNA

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