Neue Fahrzeughalle für Neukirchener Feuerwehr: Parlament will mehr Informationen

Seigertshausen. Noch warten müssen die Neukirchener Feuerwehrleute auf einen geeigneten Platz für ihren Gerätewagen Logistik. Allerersten Plänen, für das Fahrzeug samt Ausstattung an der Nordseite der Feuerwehrwache eine Halle anzubauen, erteilte das Stadtparlament eine eindeutige Absage.

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause im Gasthaus Jägerhof in Seigertshausen am Donnerstagabend votierte das Parlament einstimmig bei einer Enthaltung dafür, die Entscheidung für eine Baugenehmigung für das Bauvorhaben zu vertagen - weil noch viele offene Fragen abzuklären seien, hieß es übereinstimmend.

Bürgermeister Klemens Olbrich selbst hatte die Beschlussvorlage als „einen ersten Strohhalm zum Hochhalten“ bezeichnet und um offene, ehrliche Woche zu diesem Thema gebeten. Für den Haupt- und Finanzausschuss berichtete Dietmar Schaub (SPD), dass möglicherweise auch andere Gebäude in Frage kämen und dass ein schlüssiges Feuerwehr-Entwicklungskonzept fehle.

Genug anderer Platz

Das sah Bernd Grossmann auch so: Es gebe genug anderen Platz in Neukirchen für das DRK, das den Bauplänen nach in den Neubau mit einziehen soll - möglicherweise etwa in den früheren Elastic-Gebäuden. Es fehle zudem ein genau bezifferter Zuschuss, und die in der ersten Bau-Kalkulation eingeplanten Mieteinnahmen für die Rettungswache dürften nicht verrechnet werden.

„Was gibt es in der Stadt an Leerständen?“, wollte als erstes auch CDU-Sprecherin Veronika Backes abgeklärt wissen, und Bündnis 90/Grünen-Sprecher Holger Arndt warnte vor einem Stückwerk. Zuerst gelte es, mit den Feuerwehren ein vernünftiges Konzept für die nächsten fünf Jahre zu entwickeln.

Schutz gegen Einbrecher

Für die Feuerwehr Neukirchen hatte vorab Stadtbrandinspektor Torsten Hertel den Anbau einer Fahrzeughalle begrüßt. Damit gebe es genügend Platz für den Gerätewagen Logistik samt Lagerfläche für die Beladungsmodule und den Strom-Anhänger. Weil die DRK-Rettungskräfte im Kellergeschoss geeignete Räume für Schulungen hätte, wäre das Feuerwehrhaus zusätzlich belebt. Das sei ein Schutz gegen Einbrüche - wie sie in der Vergangenheit mehrfach passiert seien. Auch das Problem der Umkleidung, die derzeit in der Fahrzeughalle geschehe, wäre mit dem Anbau gelöst, so der Magistrat in seiner Beschlussvorlage.

Von Jürgen Köcher

Quelle: HNA

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