Neue Fuldabrücke bei Büchenwerra

Standsicher, aber schadhaft: die Wirtschaftsbrücke Büchenwerra, auf unserem Bild zum Zeitpunkt der Brückenprüfung Ende August 2015. Foto: Wenderoth/ Archiv

Büchenwerra. Die Gemeinde Guxhagen peilt den Neubau der Wirtschaftsbrücke in Büchenwerra an. In der Sache vergab das Parlament am Freitagabend einen Planungsauftrag an ein Kasseler Ingenieurbüro.

Bei einer Brückenprüfung war das Bauwerk nach Verwaltungsangaben als mangelhaft eingestuft worden. Es wies bei der Untersuchung an mehreren Stellen starke Schäden auf - Standsicherheit wurde ihr indes bescheinigt.

Die Brücke gehört der Gemeinde. Angesichts der Untersuchungsergebnisse könnte sie das Bauwerk auch sanieren - das aber kommt in etwa so teuer wie der Eigenanteil an einem bezuschussten Neubau, erklärte Bürgermeister Edgar Slawik im Vorfeld der Sitzung. Mit einer Sanierung hätte Büchenwerra außerdem auch künftig das Problem, im Prinzip eine zu schmale Brücke über die Fulda zu haben.

Die neue Brücke könnte laut Slawik beispielsweise aussehen wie das vor kurzem fertiggestellte Bauwerk über die Fulda nach Grebenau - dieser Brückentyp wird derzeit auch über den Fluss nach Malsfeld-Beiseförth errichtet. Der Vorteil gegenüber der Wirtschaftsbrücke in der Fuldaschleife: Die Brücke hat zwei Spuren plus Gehweg. In Grebenau zahlte der Landkreis für das Bauwerk 2,4 Millionen Euro. Zuschüsse könnte Guxhagen möglicherweise über das Gesetz zur Finanzierung des Gemeindeverkehrs akquirieren, erklärte Slawik. Zinsgünstige Kredite könne man vielleicht über die Förderbank KfW erhalten.

Hochfester Beton

Solche und andere Details soll das mit den Planungsarbeiten beauftragte Ingenieurbüro klären. Auf der Grundlage der Planung solle laut Slawik dann gecheckt werden, ob in der neuen Brücke der ulrahochfeste Beton verbaut werden kann, den die Universität Kassel entwickelt hat. Die Neuentwicklung hatte die SPD-Fraktion im Parlament bereits im Februar für die Wirtschaftsbrücke ins Spiel gebracht. Am Freitagabend hatte sie in einer Anfrage den Sachstand dazu abgefragt. (lgr)

Quelle: HNA

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