Gemeindeparlament ist sich bei den Flächen zur Nutzung erneuerbarer Energien einig

Neue Gebiete für Windanlagen

Gilserberg. Bei Heimbach und Moischeid könnten sich bald neue Windräder drehen: Am Dienstagabend haben die Gemeindevertreter über die Flächen zur Nutzung regenerativer Energien abgestimmt.

Neben Moischeid und Heimbach sollen die bestehenden Flächen für Windkraft in Gilserberg (Molkeberg) und Sebbeterode vergrößert werden. In Gilserberg und Itzenhain/Appenhain dürfen die Betreiber ihre alten Anlagen durch neue und größere Windräder ersetzen.

Die Gemeindevertreter stimmten einstimmig für die Änderungen im Flächennutzungsplan.

„Die betroffenen Flächen in Moischeid und Heimbach gehören fast ausschließlich Privatleuten“, sagte SPD-Vorsitzender Martin Dippel. Die Gemeinde habe nur kleine Flächen in Itzenhain und Molkeberg, die für die Windkraft genutzt werden.

Die einzelnen Ortsteile konnten in den vergangenen Wochen die Änderungen diskutieren. „Die Menschen müssen später neben den Windrädern leben. Da muss jedem Ortsteil die Möglichkeit gegeben werden, Stellung zu beziehen“, sagte Wolfgang Urbanek, Fraktionsvorsitzender der CDU.

In Moischeid und Heimbach hätten die Bürger entschieden, dass sie die Windräder wollen, sagte Dippel. Die Anlagen könnten an der Grenze zu Gemünden-Schiffelbach entstehen. Gemünden plant dort ebenfalls Windräder zu bauen. Ihren Flächennutzungsplan hat die Stadt bereits angepasst. Die Kosten der Planung sollen die Investoren der Anlagen tragen: „Investoren gibt es auf jeden Fall. Einige haben bereits Vorverträge abgeschlossen“, sagt Urbanek.

Abstand zum Wohngebieten

Beim Bau der Windräder müssen Bestimmungen eingehalten werden. Die Anlagen dürfen nur in einem Abstand von 1000 Metern zu Wohngebieten errichtet werden. Und der Wind muss am Standort eine Mindestgeschwindigkeit haben, damit die Windräder rentabel sind.

Wann und ob auf den Flächen Windräder gebaut werden, steht noch nicht fest. Der geänderte Flächennutzungsplan gehe zurück an das Regierungspräsidium. Danach würden die Vorgaben veröffentlicht, um den Bürgern die Chance zu weiteren Anmerkungen zu geben, sagte Dippel.

Auch spezielle Vorgaben von Behörden wie der Naturschutzbehörde müssten mit berücksichtigt werden. In der Gemeinde nisten Schwarzstörche und Rotmilane. Die könnten unter Umständen durch die Anlagen gestört werden.

Bis die ersten Windräder gebaut werden könnten, vergehe mindestens ein Jahr, sagte Urbanek. (akh)

Quelle: HNA

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