Weg für neue Betreuungsplätze ist frei

Neue Gruppe für Montessori-Kita in Wolfhagen

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Zentrum für Kultur und Soziales in Wolfhagen: Hier ist unter anderem der Montessori-Kindergarten untergebracht, der nun um eine weitere Gruppe erweitert werden soll. 

Wolfhagen. In Wolfhagen fehlen Betreuungsplätze für Kinder unter sechs Jahren. Das Stadtparlament hat den Weg dafür nun freigemacht.

Um Eltern den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihren Sprössling im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt erfüllen zu können, müssen weitere Plätze geschaffen werden. Das Stadtparlament beschloss in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig, im Montessori-Kindergarten im Kultur- und Sozialzentrum (KusZ) an der Kurfürstenstraße eine weitere Gruppe für zwölf Kinder im Alter von einem bis drei Jahren einzurichten.

Der Beschluss sieht zudem vor, dass noch in diesem Jahr mit den Umbauarbeiten im KusZ begonnen wird und der Stellenplan der Stadt Wolfhagen für das Jahr 2018 um 1,92 Stellen für Fachkräfte im Bereich Erziehung und 0,25 Stellen für eine Reinigungskraft aufgestockt wird. Für den Umbau im KusZ sind 100 000 Euro vorgesehen, beim Land soll ein Zuschuss beantragt werden.

Mit den derzeit insgesamt 450 Plätzen in den Wolfhager Kitas und den 38 Betreuungsplätzen bei acht Kindertagespflegepersonen kam man in Wolfhagen bislang einigermaßen über die Runden. Allerdings gibt es seit drei Jahren eine weiter steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Schuleintritt in der Stadt. Als Grund nannte die Stadtverwaltung unter anderem, dass inzwischen 34 Flüchtlingskinder in den städtischen Kitas betreut werden. Allein 20 von ihnen seien in den vergangenen zwölf Monaten aufgenommen worden. Es sind Kinder von Familien, die einen Aufenthaltsstatus haben und inzwischen außerhalb der Pommernanlage einen Wohnsitz in der Stadt haben.

Dazu komme aber auch, dass es in Wolfhagen im gleichen Zeitraum einen deutlichen Zuzug von Familien aus dem Kasseler Stadtgebiet und dem Umland gegeben habe. In den vergangenen Jahren sei es trotz der steigenden Nachfrage immer gelungen, ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Ab März 2018 werde dies aber nicht mehr gelingen.

Wegen des Zeitdrucks könne eine neue Krippengruppe nur in bereits vorhandenen Räumlichkeiten entstehen, die mit vergleichsweise geringem Aufwand und schnell für die vorgesehenen Zwecke hergerichtet werden können, informierte die Stadtverwaltung. Ein Neu- oder Erweiterungsbau scheide deshalb aus. Und: Weil sich der Bedarf fast ausschließlich auf die Kernstadt konzentriere, sollte die Gruppe auch hier entstehen.

Besonders geeignet erschien ein Ausbau des ersten Stockes des Ostflügels im Montessori-Kindergarten im KusZ, wo die Gruppe nun auch eingerichtet wird. Der Start der neuen Gruppe mit Öffnungszeiten von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr wird für Februar/März 2018 angestrebt. 

Quelle: HNA

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