Sportverein Blau-Weiß Ascherode für seine Integrationsarbeit ausgezeichnet

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Ausgezeichnet für hervorragende Integrationsarbeit: Kreisfußballwart Erwin Naumann (rechts) und der Vorsitzende des SV Ascherode, Manfred Dirlam (daneben) im Kreise der Asylbewerber, Spieler und Betreuer des Sportvereins. Foto: Verch

Ascherode. Der Sportverein Blau-Weiß Ascherode wurde jüngst für seine jahrelange, herausragende Integrationsarbeit von der Egidius-Braun-Stiftung in der Initiative „1:0 für ein Willkommen“ mit einem Scheck über 500 Euro belohnt.

Die Auszeichnung überreichte Kreisfußballwart Erwin Naumann in Vertretung des Verbandspräsidenten Rolf Hocke. Es ist die zweite Auszeichnung dieser Art für einen Verein im Landkreis – erstmalig wurde der BW Hülsa ausgezeichnet.

Naumann lobte den Verein und freute sich darüber, dass nicht nur die Mitglieder sondern auch die Schwalmstädter, die Stadtverwaltung, die Kirche und das Diakoniezentrum Hephata den Vorstand in dessen Integrationsarbeit unterstützen. „2009 standen wir vor der Entscheidung, den Fußballbetrieb einzustellen und da haben wir den Entschluss gefasst, uns in der Integrationsarbeit zu engagieren“, berichtete der Vorsitzende Manfred Dirlam.

Spielbetrieb blieb erhalten

So sei es ihm und seinen Vorstandsmitgliedern gelungen, mehr als 20 Asylsuchende in den Verein zu integrieren. Dadurch konnten die Blau-Weißen den Spielbetrieb aufrechterhalten und weiterhin zwei Mannschaften stellen. Aber einfach sei dies nicht gewesen.

Auch die Kirche sei mit eingebunden, dadurch hätten auch die älteren Mitbürger die Asylsuchenden wohlwollend aufgenommen und integriert.

Patenschaften

„Es gibt sogar Patenschaften, die dem ein oder anderen Asylbewerber ein paar neue Fußballschuhe kaufen“, freut sich Dirlam. Hilfe bekamen die jungen Kicker unter anderem von Spielern des SV, die Sportbekleidung, Sportschuhe und Fahrräder spendeten.

Etwas Sorgen bereiten dem Vorsitzenden die Auswärtsspiele. „Da heißt es Fahrgemeinschaften zu bilden, um alle Akteure transportieren zu können. Bisher hat es funktioniert und ich hoffe, dass es so auch weitergeht“, sagt Dirlam. Groß war die Freude bei Trainer Thomas Müller und seinen Mitstreitern, als am Samstag 17 neue Spielerpässe vom Hessischen Fußballverband eintrafen. So sind nun mehr als 20 Asylbewerber beim SV Ascherode mit dabei.

Ansporn für Andere

Ein Mitgliederbeitrag entfällt für die Neuankömmlinge. „Der Verein ist sicherlich ein Vorbild und sollte auch Ansporn für andere Vereine sein, junge Asylbewerber zu integrieren“, betonte noch einmal Fußballchef Erwin Naumann. In Kontakt steht der SV Ascherode zudem noch mit der Ausländerbehörde und der Sportjugend Hessen. (zvw)

Quelle: HNA

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