Dreh mit Matthias Schweighöfer in der Garvensburg in Züschen

Züschen. Wo eben noch Cafégäste ihren Cappuccino schlürften und ihren Kuchen löffelten, hat jetzt ein waschechter, russischer Oligarch das Sagen. Das Schlösschen Garvensburg im Fritzlarer Stadtteil Züschen ist über Nacht zum Schloss Sokolow geworden.

Der Mann, der für die rapiden Veränderungen verantwortlich ist, heißt Matthias Schweighöfer. Er ist Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent des Films „Der Schlussmacher“, der in diesen Tagen unter anderem in Züschen entsteht.

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Bis voraussichtlich Donnerstag hat Harald Kneier, Eigentümer der Garvensburg, das Zepter aus der Hand gegeben. Und die Ausstatter, Beleuchter und wer sonst noch zu einem Filmteam gehört, haben ganze Arbeit geleistet.

Fotos: Matthias Schweighöfer dreht in Fritzlar-Züschen

Matthias Schweighöfer dreht in Fritzlar-Züschen

Am Sonntag gegen 21 Uhr haben sie mit der Verwandlung der Garvensburg begonnen, am kommenden Tag wehte bereits die russische Fahne über dem historischen Gemäuer.

Im Schlosspark sind Lastwagen verteilt, doch die größten Veränderungen sind im Inneren zu bestaunen. Ausgestopfte Tiere, plüschige Sessel und Sofas - die Ausstatter haben ihrer Fantasie freien Lauf gelassen.

Früher Café, heute Landsitz eines Oligarchen: Die Ausstatter haben für den Film „Schlussmacher“ in der Garvensburg ganze Arbeit geleistet.

In einem Zimmer ist ein Schreibtisch aufgebaut, darauf russische Zeitungen, eine Flasche Wodka und eine goldene Pistole. Es wird noch munter werden im Schloss, hatte Hauptdarsteller Schweighöfer in einem kurzen Pressegespräch verraten. Eine Schießerei stehe auf dem Drehplan.

Dazu gehört auch eine Verfolgungsjagd zu Fuß quer durch das Schloss, erläutert Herstellungsleiterin Hannah Maag. Sie freut sich darüber, dass die Garvensburg dafür genügend Raum bietet. Häufig werde in wesentlich kleineren Räumlichkeiten gedreht. Nicht ganz so einfach sei es gewesen, für gutes Licht im Gemäuer zu sorgen.

Dafür biete die Empore gute Gelegenheiten für ungewöhnliche Blickwinkel der Kameras. Der Tag für die Filmleute ist lang. Zehn Stunden reine Drehzeit seien das tägliche Pensum, sagt Junior-Producer Daniel Sonnabend, die ganzen Vorbereitungen nicht eingerechnet.

In Nordhessen fühlt sich das Team gut aufgehoben, erzählt Hannah Maag. Alle seien sehr kooperativ, vielleicht auch, weil hier nicht so häufig große Spielfilme gedreht würden.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Zerhau/HNA

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