Erika Schneider hat den Vorsitz des Vereines Heimatmuseum übernommen

Neue Hüterin des Schatzes

Heinrich Eichler

Neukirchen. Die Arbeit für Erika Schneider wird nicht weniger. Viel Zeit investiert die Hauptschwendaerin in die Hobbymalerei und ihren großen Garten, den sie regelmäßig bei der Aktion „Offene Gärten“ präsentiert. Außerdem hat sie die Chronik ihres Heimatdorfes mit erarbeitet und ist Vorsitzende des Seniorenbeirates in Neukirchen. Nun hat Erika Schneider ein weiteres Ehrenamt übernommen – den Vorsitz des Vereines Heimatmuseum Neukirchen.

Damit löst sie Heinrich Eichler ab, der das Amt nach acht Jahren aus gesundheitlichen Gründen abgibt. Geschäftsführerin bleibt Eleonore Richhardt.

Eichler und Schneider sind sich einig, dass es mit dem Museum am Marktplatz einen großen Schatz zu bewahren und zu pflegen gilt. Die große Trachtensammlung etwa könne mit der im Museum der Schwalm in Ziegenhain locker mithalten, sagt Eichler. Und Erika Schneider ist begeistert von der Vielfalt der Exponate, zum Beispiel in den nachgebauten Werkstätten von Küfer, Steinmetz, Gerber und Schmied.

An seiner Nachfolgerin lobt der ehemalige Vorsitzende das spontane Handeln. „Sie ist gut im Improvisieren“, sagt Heinrich Eichler. Neue Konzepte, um mehr Besucher in das Heimatmuseum zu locken, hat Erika Schneider aber noch nicht entwickelt. „Es soll weiterlaufen wie bisher“, meint die Hauptschwendaerin. Allerdings sollen wieder Sonderausstellungen etabliert werden, um Besucher ins Haus zu locken und mit dem gesamten Angebot bekannt zu machen. Solche Präsentationen mit Schwerpunkten wie dem Thema 100 Jahre Rotes Kreuz oder Küchengeräte aus Omas Zeiten gab es länger nicht mehr.

Eine gemeinsame Eintrittskarte für das Heimatmuseum, das benachbarte Märchenhaus und das Museum in Riebelsdorf sei eine gute Idee, findet Eichler. Als drängendes Problem sehen er und Schneider aber die Platznot: Die alte Lateinschule von 1768 und das angrenzende Fachwerkhaus, in dem sich das Museum befindet, ist vollgestopft bis unter das Dach.

Damit die Ausstellungsgegenstände besser zur Geltung kommen, würde sich die neue Vorsitzende mehr Platz wünschen. Doch bis auf etwas Platz im Dachgeschoss sind alle räumlichen Möglichkeiten ausgereizt.

Nachdem im August 2008 ein großes Fachwerkhaus, das in der Untergasse hinter dem Museum direkt Wand an Wand angrenzte, niedergebrannt war, hätte die Stadt das Haus erweitern können, blickt Eichler zurück. Aber dafür habe wohl das Geld gefehlt.

Von Jürgen Köcher

Quelle: HNA

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