Spielen ohne Barrieren

+
Schlüsselübergabe: Bürgermeister Hartmut Spogat überreichte symbolisch die Schlüssel an die Kita-Kinder. Dahinter von links Andrea Holle (Pädagogische Gesamtleitung Träger), Gabriele Götte (Geschäftsleitung Kinder- und Jugendhilfe), Monika Richter (Kita-Leiterin), Helmut Krug (Ortsvorsteher) und Eberhard Dippolter (Stadtverordnetenvorsteher). 

Fritzlar. Was lange währt, wird endlich gut. So kann man die Eröffnung der neuen Kindertagesstätte im Fritzlarer Stadtteil Geismar bezeichnen.

Bürgermeister Hartmut Spogat sagte bei der Eröffnungsfeier, es sei ein besonderer Tag für Geismar und auch für Fritzlar. Was vor zwei Jahren mit der Dorferneuerung begonnen hat, konnte jetzt im Innenbereich beendet werden. Im Laufe der Jahre wird dann auch der Außenbereich fertig gestaltet und eingerichtet sein.

Kita-Leiterin Monika Richter freute sich für die Kinder, die jetzt wunderschöne Räumlichkeiten zur Verfügung haben. Auch für das Team der Erzieherinnen sei das jetzt ein ganz anderes Arbeiten. Besonders freut das Kita-Team, dass jetzt für die Kinder Mittagessen sowie Nachmittagsbetreuung angeboten werden kann sowie die Möglichkeit besteht, Kinder ab einem Jahr zu betreuen.

Von der Kinder- und Jugendhilfe, seit Dezember 1988 Träger der Kita in Geismar, überbrachte Gabriele Götte von der Geschäftsleitung die Glückwünsche. Architekt Thorsten Zimmer aus Bad Wildungen sagte, dass es eine sehr gute Entscheidung der Stadt war, komplett neu zu bauen statt das Dachgeschoss über dem Dorfgemeinschaftshaus auszubauen. Das Geld für den Neubau sei eine zukunftsweisende Investition gewesen. Im Namen aller am Bau beteiligten Handwerker, denen er für ihre Arbeit dankte, überreichte er Kita-Leiterin Monika Richter einen Scheck über 1250 Euro für Anschaffungen für die Kinder in den Gruppen.

Die neue Kita

In der neuen Kita ist jetzt Platz für 75 Kinder, aufgeteilt in drei Gruppen. Das Gebäude ist komplett barrierefrei und ermöglicht jetzt die Aufnahme von Inklusionskindern. Mit dem Außenbereich stehen 2350 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Im Gebäude entstanden sind unter anderem drei Gruppenräume von je rund 50 Quadratmetern, ein Bewegungsraum von 60 Quadratmeter, dazu ein Ruheraum für die unter dreijährigen Kinder, ein Sozialraum, Sanitäranlagen, ein zentraler Waschraum, eine Schmutzschleuse, Lager- und Büroräume sowie eine Zentralküche für die Essenausgabe. Vor dem Gebäude ist ein Unterstellplatz für Kinderwagen aufgestellt worden.

Beheizt wird die Kita von einem Erdkollektorensystem, für das im Außenbereich auf 135 Quadratmetern Leitungen verlegt wurden. Die vorläufigen Gesamtkosten gab Bürgermeister Hartmut Spogat mit 1 450 000 Euro an. Die Landesförderung aus dem Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ unterstützt das Kita-Projekt mit 225 000 Euro. Die endgültigen Baukosten stehen erst nach Vorlage aller Schlussrechnungen fest.

Aus der Geschichte

Der Kindergarten existiert in Geismar seit 1939. In der Zeit von 1942 bis 1945 betreute Josefine Relke, genannt Tante Fina, als 17-jährige Kindergartenleiterin die beiden Vorschuljahrgänge mit 40 bis 45 Kindern ganztags von sieben bis 17 Uhr. Der Kindergarten befand sich zu dieser Zeit im Obergeschoss der alten Schule bei der Kirche. Bei Kriegsende wurde der Kindergarten geschlossen.

Anfang der sechziger Jahre wurde von Lea Korff, Ehefrau des damaligen Pfarrers, auf Eigeninitiative Kinderbetreuung im alten Pfarrhaus und in der Alten Schule angeboten. Aus Altersgründen von Lea Korff endete die Betreuung 1978 und wurde erst wieder im Dezember 1988 im Hause Schöler im Kirschbusch 17 unter der Trägerschaft der Kinder- und Jugendhilfe ins Leben gerufen. 1998 erfolgte der Umzug in das zum Kindergarten umgebaute Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses. Im Mai 2016 wurde der Neubau der Kindertagesstätte beschlossen.

Der Träger

Die Kinder- und Jugendhilfe, Bezirksverband Hessen Nord e.V., ist seit Dezember 1988 der Träger der Kita in Geismar. Der Sitz mit Verwaltung für alle Außenstellen ist Calden-Ehrsten in der Pöttenbreite 1. Hier befindet sich neben der Verwaltung der Schutzhof, eine Inobhutnahme für Jugendliche ab 12 Jahren bis zur Volljährigkeit mit 16 Plätzen in zwei Häusern. In Reinhardshagen wird eine Wohngruppe mit zehn Plätzen ebenfalls für Jugendliche geführt. In Wolfhagen betreibt die Kinder- und Jugendhilfe eine Spiel- und Lernstube mit 16 Plätzen und in Fuldatal-Ihringshausen gibt es in der Trägerschaft die Kooperative Schulbetreuung für die Ludwig-Emil-Grimm-Schule. Ebenfalls gibt es zwei Mütternotdienste (Hilfe für Familien im Krankheitsfall oder in einer Notsituation), einer wird von Calden geleitet und der Zweite von Melsungen. (zzp)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.