Neue Kita - Fritzlars Bürgermeister weist SPD-Kritik zurück

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Platz für 110 Kinder von null bis sechs Jahren: Der Fritzlarer Kindergarten, der auf dem an die A 49 angrenzenden Grundstück im Wohngebiet Roter Rain III gebaut werden soll.

Fritzlar. Der Kindergarten-Neubau in Fritzlar ist nicht an den Bürgern vorbei geplant worden, sondern wird bereits seit über einem Jahr in verschiedenen Gremien diskutiert.

Das betonte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat im Gespräch mit der HNA und reagierte damit auf Kritik des SPD-Ortsvereins an der Vorgehensweise (wir berichteten).

Spogat hat deshalb auch keinerlei Zweifel, dass die Stadtverordneten am Donnerstag in der Parlamentssitzung (19 Uhr, Rathaussaal) mehrheitlich für den Neubau am Roten Rain III stimmen werden. "Grundsätzlich haben die Stadtverordneten schon zweimal dafür votiert, und zwar einstimmig", sagte der Bürgermeister.

Dass nur städtische Grundstücke in Betracht gezogen worden seien für den Neubau, um Geld zu sparen, stimme auch nicht, betonte Spogat. Man habe überall in der Stadt geschaut, wo ein Bau möglich sei, auch private Grundstücke seien dabei berücksichtigt worden. Man benötige jedoch für eine Einrichtung mit Krippe für 110 Kinder ein Grundstück, das mindestens 6000 Quadratmeter groß sei -  das biete die als Naherholungsbereich ausgewiesene Fläche entlang der A 49.

Ein anderer Träger für die Einrichtung als die katholische Kirche habe sich zwar ins Gespräch gebracht, doch hat laut Spogat die traditionelle Zusammenarbeit von Kommune und Kirche Vorrang, dabei werde es auch bleiben.

Die katholische Pfarrgemeinde sei es Anfang 2011 auch gewesen, die den Wunsch nach einem Ausbau des Kindergartens St. Josef am Dom mit Kinderkrippen-Angebot geäußert habe. Der Um- und Ausbau hätte an dem Standort jedoch weit über zwei Millionen Euro gekostet, sagte der Bürgermeister.

Der Neubau am Roten Rain, den das Fritzlarer Architekturbüro Gerlach entworfen hat, wird eingeschossig sein und etwa 1,55 Mio. Euro kosten. Da dort 110 Kita-Plätze entstehen werden und es bisher nur 75 Plätze in St. Josef gab, werde die Zahl der Kita-Plätze in Fritzlar um 35 steigen.

Da es die Förderung des Bundes für den Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige nur gibt, wenn der Bau bis November 2012 beginnt, werden die Bagger spätestens dann anrücken. Ob man es allerdings schaffe, den neuen Kindergarten bis August 2013 dann gibt es den Rechtsanspruch auf einen Krippen-Platz auch fertigzustellen, das sei jetzt noch ungewiss, sagte Spogat.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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