Kinder mit Behinderungen werden in Regelschulen unterrichtet

Neue Klassen zum gemeinsamen Lernen

Schwalm-Eder. An zwölf Regelschulen im Landkreis werden ab kommendem Schuljahr Kinder in Pilotklassen inklusiv unterrichtet. Das heißt, Kinder mit Behinderungen und Förderbedarf besuchen nicht mehr spezielle Förderschulen, sondern werden in ganz herkömmlichen Schulen unterrichtet.

Etwa 40 Kinder sind davon betroffen. Die Zahl steht nach Angaben von Schulamtsdirektor Lothar van Eikels, Staatliches Schulamt in Fritzlar, noch nicht fest, weil die Förderausschüsse, die für jedes einzelne Kind mit Förderbedarf einberufen werden, noch nicht alle Anträge überprüft haben.

Die betroffenen Kinder werden in den Klassen 1 und 5 aufgenommen, also zu Beginn ihrer Schulkarriere und beim Wechsel zur weiterführenden Schule. Für die Klassen, in denen bereits Jungen und Mädchen integriert unterrichtet werden, ändert sich durch die Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe des inklusiven Unterrichts nichts. Dort gilt noch Bestandsschutz, erklärte van Eikels.

Nach wie vor werden auch Kinder in Förderschulen betreut. Die Odenberg-Schule in Gudensberg, Schule für Lernhilfe, zum Beispiel wird zum nächsten Schuljahr erneut bis zu 15 Jungen und Mädchen aufnehmen – eine durchaus übliche Größenordnung, wie Schulleiterin Christiane Kronenberger erklärte.

Beim Landkreis als Schulträger sieht man sich gut gerüstet für den inklusiven Unterricht, da seit vielen Jahren die möglichst wohnortnahe integrative Beschulung im so genannten gemeinsamen Unterricht stattfinde. Dort, wo es nötig wurde, seien behindertengerechte Eingänge, Aufzüge und Toiletten eingebaut worden. Technische Hilfsmittel gab es für Kinder mit Seh- oder Hörbehinderungen, erklärte Landrat Frank-Martin Neupärtl. Dort, wo Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet werden, versuche der Kreis, die Voraussetzungen zu schaffen.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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