Städtisches Wohnhaus an der Schulstraße soll für Betreuung von Kleinkindern ausgebaut werden

Neue Krippenplätze in der Kernstadt

Felsberg. Die Stadt Felsberg erweitert in der Kernstadt ihr Betreuungsangebot für unter Dreijährige. Dafür soll das städtische Wohnhaus an der Schulstraße 5 ausgebaut werden. Das entschied das Stadtparlament.

Der Beschluss umfasst mehrere Punkte. Dabei soll erstens die Planung für eine zehnköpfige Krippengruppe vorangebracht werden. Um dem aus Verwaltungssicht zunehmenden Bedarf gerecht zu werden, soll außerdem über die evangelische Kindertagesstätte ein Förderantrag für eine zweite Gruppe gestellt werden. Damit könnten im Ergebnis bis zu 20 Krippenplätze oder zwei Betreuungsgruppen an der Schulstraße entstehen.

380 Quadratmeter Fläche

Die Baukosten für das Vorhaben schätzt die Verwaltung je nach Bauvariante auf bis zu 670 000 Euro. Dafür soll das an die Kindertagesstätte angrenzende Wohnhaus Schulstraße um- und ausgebaut, energetisch saniert und im Außenbereich neu gestaltet werden. Zur Verfügung stehen dort vom Keller bis zum Dachgeschoss 380 Quadratmeter Nutzfläche.

Der Bedarf für das geplante Angebot in der Kernstadt sei enorm, warb Johannes Poth (SPD) im Parlament für die Schaffung neuer Krippenplätze. Auch die CDU stimmte dem Vorhaben zu.

Kritik kam von den Grünen und der DFB-Fraktion, deren Vertreter Karl Meyfarth Eile in der Sache für nicht angebracht hielt und angesichts der Baukosten dafür warb, mehr auf Tagesmütter zu setzen.

Grüne: Urteil abwarten

Seitens der Grünen vertrat Jochen Pschibul die Ansicht, die Kosten für das Projekt seien nicht angemesen für das, was die Stadt dafür bekomme. Auch werde die Drei-Burgen-Stadt mit dem Schaffen von Krippenplätzen einem gesetzlichen Anspruch gerecht, den andere definiert hätten – in der Sache stehe noch ein Gerichtsurteil des Hessischen Staatsgerichtshofes aus, das in nächster Zeit womöglich noch Wege einer anderen Kostenverteilung aufzeige. Wenn sich herausstelle, dass die Kosten für den Ausbau der Krippenplätze dann das Land zu übernehmen habe, bleibe die Stadt unnötigerweise auf den Kosten sitzen, meinte Pschibul. Deshalb solle man vor einem Beschluss zunächst das Urteil abwarten. (lgr)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare