Wo sich früher der Teich des Ortes befand, schmückt nun ein Brunnen Sachsenhausen

Die neue Mitte im Dorf

Helfer: (von links) Bürgermeister Rainer Barth, Richard George, Heinz Gömpel, Werner Heeger, Reinhold Möller, Karl-Heinz Schneider, Klaus Peter Böth und Bernd Kabel vor dem neuen Brunnen. Die Aufnahme rechts stammt von Anneliese Seibel und zeigte sie als junges Mädchen mit einem Ferienjungen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs im ehemaligen Teich an gleicher Stelle. Fotos:  privat

Sachsenhausen. Wo früher die Kinder im Sommer planschten, griffen heute die Sachsenhäuser das Wassermotiv wieder auf. Nun schmückt ein neuer Dorfbrunnen die Ortsmitte. Er ist Teil der Verschönerungsaktionen im Dorf, die Bewohner voranbringen.

Die Idee für die Umgestaltung der Ortsmitte hatte Reinhold Möller. „Der Platz sah wüst aus“, erinnert sich der Sachsenhäuser. Bei einer Kanalsanierung musste die Dorfmitte aufgerissen werden. Ihm war wichtig, dass wieder Wasser in der Dorfmitte fließt – wie damals als es den Teich noch gab. „Wasser ist immer ein Magnet“, sagt Möller.

Elf weitere Männer aus dem Ort unterstützten ihn bei seinem Vorhaben: Richard George, Heinz Gömpel, Werner Heeger, Karl-Heinz Schneider, Klaus Peter Böth, Gerhard Wagner, Bernd Kabel, Gerhard Euler, Alexander Kaufmann, Gerd Wurmbäck und Thorsten England bauten den Brunnen.

Im Brunnen wurden Steine aus dem Dorf verwendet, weitere Materialien stellte die Gemeinde zur Verfügung. Die älteren Anwohner gaben den Tipp, wo sich eine Quelle befindet, die nun den Brunnen speist. Drei Monate lang schufteten die Sachsenhäuser, um das Vorhaben zu vollenden. „Wir waren eine lustige Truppe“, sagte Reinhold Möller nicht ohne Wehmut in der Stimme.

Der Herbstputz steht am Samstag, 26. Oktober, in Sachsenhausen an.

Mit dem Ergebnis sind alle zufrieden; Reinhold Möller freut sich immer, wenn er am neuen Dorfplatz vorbeikommt. Der Brunnen fügt sich harmonisch ins Ortsbild ein. „Ich wünsche mir, dass sich Vereine den Platz zu eigen machen“, sagte Möller, denn mit Feiern und Treffen würde der Ortskern belebt.

Doch die Sachsenhäuser engagieren sich an verschiedenen Stellen in ihrem Dorf. Dazu zählt die Gestaltung des Rundwanderwegs, der noch um zusätzliche Schautafeln erweitert werden soll. Nach dem Winter sollen dann das Buswartehäuschen, das DGH und der Jugendraum einen neuen Anstrich bekommen.

Reibungslos läuft auch die Pflege der Grünflächen im Ort. Die Sachsenhäuser haben Patenschaften dafür übernommen. „Der Ortsbeirat bedankt sich, dass jeder seiner Aufgabe nachkommt“, sagte Ortsvorsteher Marc Viehmann.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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