Neue Orgel für die Heilig-Geist-Kirche

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Bringt die Orgel wieder in Schuss: Gerade ist Orgelbauer Markus Krawinkel aus Trendelburg mit dem Einbau der Orgel beschäftigt.

Treysa. Am dritten Advent wird die katholische Kirche in Treysa von einem besonderen Klang erfüllt. Denn im Gotteshaus steht seit wenigen Tagen eine neue Orgel. Orgelbauer Markus Krawinkel baut das Instrument gerade auf der Empore ein.

Dabei handelt es sich nicht um eine neue Orgel. Gebaut wurde das Instrument 1963 von Alban Späth. Doch die katholische Kirchengemeinde Heilig-Geist hörte von dem glücklichen Umstand, dass die Orgel an ihrem früheren Standort - dem Liobaheim in Fulda - nicht mehr gebraucht würde.

Und so bemühten sich Pfarrer Michael Brüne, Organist Kajo Freischem und der Pfarrgemeinderat darum, die Orgel nach Treysa zu holen. Schließlich ist das Unternehmen Umzug geglückt und in wenigen Wochen wird das Instrument zum ersten Mal zu hören sein. Damit ersetzt die schmucke Pfeifenorgel eine elektronische Orgel. Auch dieses Modell, dass laut Freischem nicht mit dem Klang einer echten Orgel zu vergleichen ist, war schon in die Jahre gekommen. „Urplötzlich fing sie im Gottesdienst an zu pfeifen“, erinnert sich der Organist.

Statik prüfen

Mit dem Wunsch einer Orgel gingen Vorarbeiten in der Kirche einher: Die Empore musste auf ihre Statik hin überprüft werden, der Turm isoliert, die Heizung erneuert werden. Kajo Freischem fuhr nach Fulda, um die Orgel anzuschauen und zu bespielen. „Die Substanz war gut“, lautete sein Urteil. So bemühte sich die Gemeinde um den Zuschlag. Und bekam die Orgel schließlich vom Orden der Vinzentinerinnen geschenkt.

Orgelbauer Markus Krawinkel baute das Instrument ab und unterzog es in seiner Werkstatt einer Überholung. Die Orgel stammt aus dem Neobarock, erkennbar durch die schlichte Bau- und Klangweise. Seit Anfang der Woche wird die Orgel Pfeife für Pfeife - es gibt insgesamt 676 - in Treysa wieder aufgebaut. Neu sind eine Rück- und eine Seitenwand und ein so genannter Wartungsgang, über den man besser an die Pfeifen heran kommt.

Für den Umbau muss die Gemeinde 27 500 Euro aufbringen. Mehr als 20 000 Euro wurden bereits gespendet. „Der Rückhalt für die Anschaffung der Orgel ist groß“, sagt Brüne. Weitere 13 000 Euro werden für bauliche Veränderungen fällig: Die Summe übernimmt das Bistum. Die Kosten für Umbauten in und an der Kirche trägt das Bistum, nicht aber für das Inventar oder Instrumente eines Gotteshauses. (zsr)

Quelle: HNA

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