Arbeiten sollen im Mai starten

Neue Ortsmitte in Körle: Banken ziehen in gemeinsame Geschäftsräume

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Dort soll das neue Ortszentrum entstehen: Von links Kai Kühlborn (Juniorchef Holzbau Kühlborn), Kai Mardorf, Stefan Kördel (beide Vorstand VR Partnerbank), Thomas Gille (Vorstandsvorsitzender KSK Schwalm-Eder), Jürgen Viehmeier (Geschäftsführer Schwälmer Brotladen), Hannah Puntschuh (Gemeinde Körle) und Körles Bürgermeister Mario Gerhold. 

Körle. Im Wohn- und Geschäftshaus, das im neuen Körler Ortszentrum gebaut wird, sollen nicht nur acht Wohnungen untergebracht werden, sondern auch ein Café und zwei Banken. Kreissparkasse und VR Partnerbank ziehen in gemeinsame Geschäftsräume.

Die Umgestaltung der Körler Ortsmitte rückt in greifbare Nähe. Die Planungen sind laut Bürgermeister Mario Gerhold abgeschlossen. Im Mai sollen das VR-Bank-Gebäude sowie das Haus an der Nürnberger Straße 18 abgerissen werden. Anschließend werden die Arbeiten für den neuen Platz und der Bau des dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses beginnnen. Neben einer Filiale des Schwälmer Brotladens werden sich auch die Kreissparkasse und die VR-Partnerbank am neuen Dorfplatz niederlassen.

Die Banken

Im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses werden sowohl die Kreissparkasse als auch die VR-Partnerbank ihren Kunden zur Verfügung stehen. Die gemeinsame Geschäftstsstelle soll Ende Mai 2019 eröffnen. Beide Banken bekommen einen gemeinsamen Ein- und Ausgang. Nach dem Selbstbedienungsbereich (z.B. Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker) teilt sich die Geschäftstelle. Rechts werden sich die Beratungsräume der VR-Bank befinden, im linken Bereich die der Kreissparkasse, erklären Thomas Gille, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Schwalm-Eder und Kai Mardorf, Vorstand der VR-Partnerbank. Die Öffnungszeiten stünden noch nicht fest. Für die Kunden ergeben sich keine Nachteile, erläutert Gille. Im Gegenteil: Künftig wird dann auch die VR-Partnerbank barrierefrei erreichbar sein und die Beratungen finden in hellen, modernen Räumen statt. Für die Körler bedeutet es zudem, dass der Standort der Banken mittelfristig gesichert ist.

Durch die Zusammenlegung der Geschäftststellen sparen beide Kreditinstitute Kosten, erklärt Gille. So könne man trotz Niedrigzinsphase und dem damit verbundenen Kostendruck die Nähe zum Kunden aufrecht erhalten. „Ich denke, die neue Ortsmitte wird ein gut frequentierter Standort“, sagt Mardorf. VR und Kreissparkasse bleiben aber weiterhin Wettbewerber mit eigenständigem Marktauftritt, betonen Gille und Mardorf. „Jeder Kunde wird wie zuvor von seinem Kreditinstitut beraten. Das Bankgeheimnis und der Kundenschutz sind gewährleistet.“

Das Café

Im anderen Gebäudeteil wird die Filiale des Schwälmer Brotladens untergebracht. Geschäftsführer Jürgen Viehmeier erhofft sich insbesondere durch das Café-Konzept, das so in Körle einmalig sein wird, Zulauf. „Ich denke, ein Drittel der Einnahmen wird aus dem Sitzplatzbereich erwirtschaftet.“ Das Café soll jeden Tag geöffnet haben, also auch am Sonntagnachmittag ein Anlaufpunkt im Ort sein. Ein ausschlaggebender Faktor, sich im neuen Ortszentrum anzusiedeln, seien die Parkplätze vor der Tür, sagt Viehmeier. Denn man wolle auch diejenigen erreichen, die sich auf der Durchfahrt befinden und nur kurz ein belegtes Brötchen holen wollen.

Das Gebäude

Das moderne Eckhaus wird komplett in Holzbauweise errichtet, berichtet Juniorchef Kai Kühlborn von der gleichnamigen Holzbaufirma aus Spangenberg. Ein Fahrstuhl führt vom Keller bis ins zweite Obergeschoss. Dort wird es sechs knapp 90 Quadratemeter große und zwei 50 Quadratmeter große Wohnungen geben, die verkauft werden sollen. Gebaut wird mit höchstem Energiestandard, geheizt wird über eine Wärmepumpe, sagt Kühlborn. Auf den Einsatz fossiler Brennstoffe werde verzichtet. 

Café, Bank und Dorfplatz: Ab Mai soll sich in der Körler Ortsmitte etwas tun.

Hintergrund

Klaus Kühlborn investiert mit seinem Holzbau-Unternehmen 1,6 bis 1,8 Millionen Euro in den Bau des Wohn- und Geschäftshauses in der Körler Dorfmitte. Die Gemeinde trägt die Kosten für die Umgestaltung des Platzes. 200 000 Euro sind dafür vorgesehen. Aus dem Dorferneuerungsprogramm gibt es etwa 65 000 Euro. Die Gründungsarbeiten für das neue Wohn- und Geschäftshaus sowie der Abriss des alten VR-Gebäudes sowie des Hauses an der Nürnberger Straße 18 sollen im Mai/Juni erfolgen. Bis die VR-Partnerbank/Kreissparkassen-Filiale im Mai nächsten Jahres eröffnet, wird die VR-Bank übergangsweise in die Kuhgasse (ehem. Firma Hühne) ziehen. Die Allgemeinmediziner Dirk Schaumburg und Thomas Bohn werden in einer Gemeinschaftspraxis über der Kindertagesstätte praktizieren. Die Praxis wird barrierefrei mit einem Fahrstuhl erreichbar sein. Die ärztliche Versorgung sei in Körle somit glücklicherweise für die nächsten Jahre sichergestellt, sagt Bürgermeister Mario Gerhold. Die Ärzte sollen noch im Herbst dieses Jahres die neuen Räume in der Dorfmitte beziehen. (cha)

Quelle: HNA

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