Hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen für unter Dreijährige in der Kernstadt

Neue Plätze für die Minis

Warten auf die Minis: Im Kindergarten Haus der kleinen Füße in Wolfhagen werden nach den Sommerferien auch unter Dreijährige betreut. Luca, Lea, Jolina, Pauline und Anna-Sophie (von links), zuzeit die Jüngsten der Kita, freuen sich schon darauf. Foto: Michl

Wolfhagen. Im größten Wolfhager Kindergarten, dem Haus der kleinen Füße an der Landgrafenstraße, werden nach den Ferien erstmals sieben Kindergartenplätze für unter Dreijährige angeboten. Gleichzeitig schließt in Ippinghausen die dritte Kindergartengruppe. Dort werden damit die U-3-Plätze von zehn auf acht reduziert. Diese Neuerungen sind Teil des Kinderbetreuungskonzeptes der Stadt Wolfhagen, dessen Fortführung jetzt vom Stadtparlament einmütig beschlossen wurde.

Fit für die Zukunft

Das Kinderbetreuungskonzept soll Wolfhagen fit für die Zukunft machen. Die Herausforderungen der nächsten Jahre sind in der Stadt vor allem der steigende Bedarf an Betreuungsplätzen für Ein- bis Dreijährige. „Erfüllen müssen wir ab 2013 auch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Einjährige“, so Kai Liebig von der Stadt Wolfhagen. Kontinuierlich wird seit 2008 gemeinsam mit anderen Trägern von Kinderbetreuungseinrichtungen wie der Kirche, der Kinder- und Jugendhilfe Calden und dem Roten Kreuz an Lösungen für eine familienfreundliche Stadt gearbeitet. Um den Bedarf in der Stadt zu ermitteln gab es auch Elternbefragungen und Untersuchungen in den Kindergärten. Derzeit gebe es in der Kernstadt eine gleichbleibend hohe Nachfrage nach U-3-Plätzen, während die Plätze in Ippinghausen und Niederelsungen nicht alle belegt seien, so Kai Liebig.

Die Hoffnung, dass Eltern aus der Kernstadt ihre Kinder in die Dörfer bringen, habe sich nicht erfüllt. Deshalb reagierte die Stadt jetzt mit der Erweiterung in Wolfhagen und der Gruppenschließung in Ippinghausen.

Plätze für Minis gibt es derzeit auch in den Kindergärten am Raiffeisenweg und in der Stadthalle sowie in der Spielstube der Kinder- und Jugendhilfe. Dennoch seien die Plätze in der Kernstadt weiterhin knapp, so Liebig. „Wir bleiben dran.“ Allerdings müsse dies wegen der problematischen Haushaltssituation im bezahlbaren Rahmen geschehen.

Höhere Personalkosten

Denn auch die Personalkosten in den Kindergärten erhöhen sich um 55 000 Euro. Auch hier gab das Parlament jetzt seine Zustimmung.

Angehoben wurde der Stellenschlüssel um 1,28 Stellen. Diese verhältnismäßig geringe Aufstockung sei nur gelungen, weil man die Abläufe in den Kindergarten mit Hilfe der Erzieherinnen und einer externen Beratungsfirma habe optimieren können, so Kai Liebig.

Entlastung gibt es in den Kindergärten auch durch fünf Bürgerarbeiterinnen, die fast komplett aus dem EU-Sozialfond bezahlt werden.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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