Hauptuntersuchung bei TÜV und Dekra: Neue Prüfvorschriften für Autos

Schwalm-Eder. Bei der Hauptuntersuchung für Autos etwa beim TÜV und bei der Dekra, gelten seit Juli schärfere Vorschriften. Wer mit seinem Auto bei der nächsten Hauptuntersuchung vorfährt, muss sich auf einige Veränderungen einstellen.

Neu ist, dass die Prüfer in ihrem Bericht die Fehler detaillierter auflisten. Diese werden nun nach einem gesetzlich vorgeschriebenen Mängelkatalog festgelegt. Die Liste soll die Qualität der Untersuchungen verbessern und verhindern, dass die Prüfer über Spielräume verfügen, sagt Martin Scherka von der Kfz-Innung Ziegenhain.

Alle Prüforganisationen arbeiten nun mit einem Beurteilungskatalog. Dieser listet etwa 4000 Mängel auf. Durch die klare Fehlerbeschreibung können die Plaketten auch bei kleineren Mängeln verweigert werden. Die Folge sei, dass mehr Autos durch die Prüfung fallen würden. Dies gelte besonders für Mängel an der Beleuchtung sowie Löcher und Risse in der Abgasanlage, sagt Scherka.

Die Rückdatierung bei verspäteter Vorstellung des Fahrzeugs fällt weg. Wer den Termin zur Hauptuntersuchung versäumt, bekommt seine Plakette bei verspäteter Vorführung mit dem aktuellen Datum. Bei einer Verspätung von mehr als zwei Monaten hat dies 20 Prozent mehr Kosten für die Kunden zur Folge, teilte Steffen Schuster von der Dekra in Melsungen mit.

Neu ist auch, dass die Prüfer vor der Untersuchung eine Probefahrt mit acht Kilometern pro Stunde machen, um die elektronischen Systeme des Wagens zu überprüfen. Über eine Diagnoseschnittstelle werden die Systemdaten des Autos untersucht. Sie geben Auskunft, ob die Sicherheitssysteme, wie ABS und Airbag einwandfrei funktionieren.

Die Untersuchung wird durch die neuen Regeln laut Scherka nicht teurer. Da mehr Mängel aufgeführt werden, könnten die Reparaturkosten steigen.

Quelle: HNA

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