Neue Regeln für die letzte Ruhe in Jesberg

Jesberg. Die Gemeinde Jesberg reagiert mit einer neuen Friedhofssatzung auf das geänderte Bestattungsverhalten ihrer Einwohner. Ab dem 1.1. kommenden Jahres bietet sie erstmals neben Einzel- und Doppelgrabstätten, Urnengräbern und einem Feld für anonyme Urnenbeisetzungen auch anonyme Rasengräber an.

Das Parlament beschloss die neue Satzung am Montagabend einstimmig im DGH Elnrode/Strang. Doch der großen Einmütigkeit war harte Arbeit vorausgegangen: Der Haupt- und Finanzausschuss habe gleich zwei Mal tagen müssen, um die Änderungen auf den Weg zu bringen, sagte Vorsitzender Rudi Franz.

Die Neuerungen seien angesichts der neuen Friedhofs- und Bestattungskultur unvermeidlich geworden, sagte Bürgermeister Schlemmer. So habe beispielsweise die große Nachfrage nach anonymen Urnenbeisetzungen die Gemeinde in den vergangenen Jahren quasi überrollt. Auch deshalb biete man nun auch anonyme Rasengräber an. Dabei handelt es sich um Einzelgräber mit liegenden Grabplatten, die bündig im Boden eingelassen werden. Die Gräber werden nicht bepflanzt, nur der Rasen darüber gemäht.

Neu ist auch, dass die Nutzungsrechte an Kindergräbern künftig zwei statt wie bisher ein Mal verlängert werden dürfen. Ebenfalls neu: Es gibt eine Altersgrenze für den Erwerb eines Doppelgrabes. In Jesberg muss man mindestens 50 Jahre alt sein, wenn man im Todesfall eines Partners ein Doppelgrab kaufen möchte. Damit will man vermeiden, dass früh gekaufte Doppelgräber im Trennungsfalle nur von einem genutzt werden.

Neue Kosten: Einzelgrab: 600 statt wie bisher 500 Euro) Doppelgrab: 1200 statt bisher 1000 Euro, Urnengrab 400 Euro, Anonymes Urnengrab:600 Euro, Rasengrabstätte: 2500 Euro.

Quelle: HNA

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