Bürgermeister: „Edermünder Verwaltung benötigt dringend einen Kommunikator“

Neue Stelle für Kontakte

Edermünde. Eine moderne Gemeindeverwaltung muss heute wesentlich intensiver mit dem gesellschaftlichen Umfeld, mit Vereinen, Verbänden, mit Schulen und Kindergärten zusammenarbeiten als früher. „Das Aufgabenfeld ist deutlich gewachsen“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Färber am Montagabend in der Gemeindevertretersitzung in Haldorf, gerade was die Kontaktpflege angehe.

Färber begründete damit den Vorschlag des Gemeindevorstandes, eine zusätzliche Leitstelle in der Verwaltung für Online- und Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerservice und Marketing zu schaffen, zunächst befristet auf zwei Jahre.

Bisher übernähmen, so der Bürgermeister, die Sachbearbeiter der einzelnen Abteilungen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit jeweils projektbezogen, die Nutzung von Internet und sozialen Netzwerke sei auf das Mindestmaß beschränkt. Es fehle für die Edermünder Bürger ein klar erkennbarer Ansprechpartner.

„Wir sollten diese Aufgaben personell bündeln, das wäre auch wesentlich effektiver“, sagt Färber weiter. Das müsse ein Mitarbeiter sein, der sich außerhalb des normalen Verwaltungsbetriebs darum kümmern könne. Ehrenamtlich seien die vielfältigen Aufgaben nicht zu stemmen.

Die Finanzlage der Gemeinde erlaube es, einen solchen „Kommunikator“ als zusätzliche neue Stelle einzurichten, die dem Bürgermeister direkt unterstellt sei. Färber rechnet mit Personalkosten von etwa 50 000 Euro im Jahr.

In den benachbarten Kommunen seien solche Stellen im Bereich Öffentlichkeitarbeit und Marketing längst eingerichtet worden, sagte Färber. Schließlich stünden die Gemeinden auch in Konkurrenz um Investoren und neue Einwohner.

Der Bedarf sei vorhanden für eine solche Stelle, sagte Sabrina Kurzeknabe (CDU). Doch monierte sie, dass es bisher zu wenige Informationen gebe, um endgültig zu entscheiden. Auch Günter Rudolph (SPD) sprach sich dafür aus, im Haupt- und Finanzausschuss darüber erneut zu diskutieren und das Thema in der nächsten Sitzung nach den Sommerferien auf die Tagesordnung zu setzen.

Bürgerhaushalt

Ebenfalls zurück an den Ausschuss verwiesen wurde ein Antrag der Grünen, ein Konzept für einen Bürgerhaushalt in Edermünde zu entwickeln. Sprecher der anderen Fraktionen erklärten, dass man Erfahrungen anderer Kommunen nutzen solle.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare