Neue Tore für die Zehntscheune in Jesberg - Umbau schreitet voran

Neue Tore für die Zehntscheune in Jesberg: Der Heimat- und Geschichtsverein vor der Zehntscheune (von links) Horst Schmidt, Friedlinde Margraf, Karl-Heinrich Margraf, Günter Postert, Walter Stumme, Helmut Lompe (Raiffeisen) und Giesela Aubel Foto: Mangold

Jesberg. Über neue Tore für die Zehntscheune in Jesberg freuen sich die Mitglieder des Heimat-und Geschichtsvereins Jesberg. Die Scheunentore sind ein weiterer Schritt auf dem Weg, das alte Kornhaus der Raiffeisen-Warenzentrale zum Museum umzubauen.

Das Erdgeschoss und das erste Stockwerk des fünfstöckigen Gebäudes sollen unter anderem Raum für die Feierabendziegel-Sammlung und die Exponate des Heimatmuseums bieten, die derzeit von der Jesberger Raiffeisenbank in den ehemaligen Edeka-Laden in Hundshausen umziehen. Dort wird das Heimatmuseum voraussichtlich im März neu eröffnen und so lange bleiben, bis die Zehntscheune fertig umgebaut ist.

Die Universität Kassel, Bereich Architektur und Bauwesen, erstellte in einer Studie einen Plan, wie die Zehntscheune als lebendiges Museum genutzt werden kann. Geplant ist die Instandsetzung der alten Förderanlage mit Saatgutreinigungsanlage und Waage mit dem Ziel, die historische Industriekultur von 1955 zu erhalten und als Schauanlage in Funktion zu zeigen. Noch bis ins Jahr 2008 wurde die Zehntscheune als Getreidesammelstelle genutzt, dann entsprach sie nicht mehr den modernen Anforderungen wie den höheren Fahrzeugen und größeren Getreidemengen.

Für ein symbolisches Entgelt pachtete der Heimat-und Geschichtsverein das Kornhaus neben dem Vereinsheim im ehemaligen Melkerhäuschen und begann mit den Umbauten des denkmalgeschützten Gebäudes. Das Material für die neuen Tore im Wert von rund 3000 Euro stiftete die Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen, deren Aufsichtsratsvorsitzender Hans Wernher von und zu Loewenstein das Vorhaben unterstützt.

Günter Postert und Walter Stumme vom Verein bauten die Türflügel aus Lerchen- und Fichtenbrettern nach dem historischen Vorbild und mit den alten Beschlägen. Jetzt steht der Brandschutz an: So wird es im ersten Stock einen Notausgang mit Treppe geben, auch eine geeignete Beleuchtung ist geplant.

Das lebendige Museum in der Zehntscheune sei eine touristische Attraktion. „Die Scheune ist ein Blickfang“, meinte auch Walter Stumme. Zur Ausstellung des Heimatmuseums gehören unter anderem auch eine Schusterwerkstatt und eine geologische Sammlung.

Quelle: HNA

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