Flurbereinigung: 3,2 Kilometer neue Wirtschaftsstrecken im Raum Istha

Neue Wege für die Bauern

Kürzere Wege, größere Äcker: Nach der Flurbereinigung können die Landwirte ihre Maschinen effizienter einsetzen. Durch die direkteren Zugänge zu ihren Felden sparen sie Zeit und Kraftstoff. Archivfoto: Ricken

Wolfhagen/Istha. Auf neuen Wegen kommen die Landwirte im Raum Wolfhagen-Istha künftig zu ihren Feldern: Nachdem mit den Bundesstraßen 251 und 450 eine Ortsumgehung für Istha geschaffen wurde, wurden die Ackerflächen in dem Gebiet neu aufgeteilt. Daher wurden seit Mitte August etwa 8,5 Kilometer Feldwege eingezogen und rund 3,2 Kilometer neu angelegt. Etwa ein Kilometer des vorhandenen Wegenetzes wurde ausgebaut.

Wie das Amt für Bodenmanagement mitteilte, seien 711 Hektar Fläche auf 228 Eigentümer neu aufgeteilt worden, weil den Landwirten durch die Umgehung Flächen verloren gegangen seien. Aus 1182 kleinen Ackerflächen wurden 426 große.

Außerdem sei das vorhandene Wegenetz durch den Straßenbau zerschnitten worden. Dies habe den Umbau des Wegenetzes nötig gemacht. Den Landwirten seien dadurch keine Kosten entstanden.

Alte, nicht mehr benötigte Feldwege konnten bei der Umstrukturierung des Wegenetzes eingezogen und rekultiviert werden, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Darunter fielen vor allem Gras und Schotterwege. Diesen Arbeitsschritt bezeichnet Verfahrensleiter Dipl.-Ing. Karl-Hermann Frese als besonders wichtig. „Hierdurch können die Landwirte erst in den Genuss der neuen, größeren Schläge kommen“, teilt er mit.

Absprache mit Landwirten

„Jeder Eigentümer konnte im Vorfeld seine Vorstellungen und Wünsche für die Neuzuteilung seiner Flurstücke bei einem Abfindungswunschtermin äußern“, schreibt Karina Fennel vom Amt für Bodenmanagement.

Durch den freiwilligen Verkauf vom Land an das Amt habe der Landverlust durch die Umgehung aufgefangen werden können. Somit habe niemand auf Ackerfläche verzichten müssen, damit die Umgehung gebaut werden konnte.

Für die Landwirte seien die Vorteile der neuen Wege und neu eingeteilten Nutzflächen enorm. Durch kürzere Strecken könnten sie viel Zeit und Kraftstoff sparen, so Fennel weiter.

Die Kosten für den Wegebau beziffert das Amt für Bodenmanagement mit rund 235 000 Euro. Das Geld komme vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Kassel, dem Träger der Wegebaumaßnahme.

Von Patrick Kessler

Quelle: HNA

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