Schüler der Radko-Stöckl-Schule stellten bei einem Tag der offenen Tür Projekte vor

Tag der offenen Tür an der Radko-Stöckl-Schule: Neue Wege des Lernens

Schlüpften in die Rolle von Obdachlosen: Salomen Petri, Anne Knaust, Kim Otto und Valerie Wenghöfer (von links) bettelten einen Vormittag in der Kasseler Innenstadt als Wohnungslose verkleidet. Fotos: V. Koch

Melsungen. Unter dem Motto „Vielfalt als Vorteil“ hat die Radko-Stöckl-Schule in Melsungen am Samstag ihre Türen geöffnet. An dem Tag stellten Schüler mehr als 30 Projekte vor. Außerdem waren Schulleiter und Lehrer aus den mazedonischen Partnergemeinden in Prilep und Bitola zu Gast in der Melsunger Schule.

Zu sehen gab es für die internationalen und die zahlreichen Gäste aus der Umgebung einiges. Die 1600 Schüler der Abteilungen Technik, Wirtschaft und Verwaltung, Industrie und Büro, Sozialwesen, Hauswirtschaft, Wirtschaft und Verwaltung sowie Handel und Logistik zeigten mit Fotostrecken, Plakaten und Vorträgen, wie vielfältig das Schulleben sein kann. Auch kulinarisch boten die Schüler der Radko-Stöckl-Schule – die in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen feiert – eine große Auswahl. Die Besucher konnten zwischen pikanten Köstlichkeiten, indischen Gerichten, Waffeln und Bratwurst – verkauft von Fleischerauszubildenden – wählen.

Tag der offenen Tür in der Radko-Stöckl-Schule

Neue Wege des Lernens mit der Lernplattform Moodle stellten die Zwölftklässler aus dem Bereich Wirtschaft und Informatik vor. Mit ihr können die Schüler den Unterrichtsstoff eigenständig erarbeiten und vertiefen.

Die Schüler der sozialpädagogischen Abteilung stellten ihre Projekte unter den Stichpunkten „Keine Gewalt gegen Frauen“ und „Zivilcourage“ vor. Dafür wurden die Schüler für einen Tag zu Obdachlosen, Blinden, Rollstuhlfahrern und jungen Müttern. Salomen Petri, Anne Knaust, Kim Otto und Valerie Wenghöfer zogen einen Vormittag als Wohnungslose verkleidet durch die Kasseler Innenstadt. Die vier Mädchen waren froh, als sie wieder in ihre normalen Anziehsachen schlüpfen konnten. „Manchmal waren wir den Tränen nah“, beschreiben sie ihre Erfahrung.

In der technischen Abteilung drehte sich alles um Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien. Auf dem Parkplatz vor der Schule konnten elektrisch betriebene Autos, Fahrräder und Roller Probe gefahren werden. „Wir wollen auch die Kinder für Technik begeistern“, sagt Lehrer Markus Gille. Dafür veranstalteten die Technik-Schüler einen Kinderworkshop, bei dem die jungen Gäste Lego-Autos bauen konnten.

Wie man einen Computer verschönern kann, zeigten die Techniker Jan Hilgenberg, Maximilian Drescher, Marcel Lorek und Henrik Hocke. Sie präsentierten stolz ihren Computer im Bierfass.

Nachhaltigkeit war auch ein Thema bei den Schülern aus dem kaufmännischen Bereich. Bei Markus Seib und Viktoria Schmidt konnten die Besucher der Radko-Stöckl-Schule ihren ökologischen Fußabdruck – inklusive Tipps, diesen zu verkleinern – erstellen lassen. (yvk)

Quelle: HNA

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