Neue Zentrale am Kreisel

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Mehr Platz für Übungen: Das neue Gelände ist nicht nur größer. Durch den schnellen Zugang zum Kreisel können die Wehren schnell ausrücken.

Zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Melsungen und der Werksfeuerwehr B. Braun werden künftig einen gemeinsamen Feuerwehrstützpunkt haben.

Am 3. September 2012 war Baubeginn – genau ein Jahr später zog die Melsunger Feuerwehr in ihr neues Domizil am Löwe-Kreisel. Vier Wochen vor dem geplanten Bauende sind die Feuerwehrleute mit ihren Fahrzeugen in das neue Heim eingezogen.

Gemeinsames Projekt

Der neue Feuerwehrstützpunkt ist ein besonderes Projekt, denn es ist ein gemeinsames Vorhaben der Stadt Melsungen und B. Braun. Der Medizintechnikhersteller hat das Projekt als Public Private Partnership vorfinanziert. Mit dem Erwerb des Grundstücks am Löwe-Kreisel kostete das Projekt insgesamt acht Millionen Euro. Die Stadt kauft im kommenden Jahr 70 Prozent, die restlichen 30 Prozent werden von B. Brauns Werksfeuerwehr bezogen.

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Betrieben wird der Feuerwehrstützpunkt aus rechtlichen Gründen von der Stadt. Genutzt wird die 900 Quadratmeter große Halle von 45 ehrenamtlichen Feuerleuten der B. Braun Melsungen AG und 100 Einsatzkräften der Stadt Melsungen. Insgesamt haben dort 15 Fahrzeuge Platz.

Im Obergeschoss befinden sich die Einsatzzentrale, mit Blick in die Einsatzhalle, außerdem elf flexible Büroarbeitsplätze, Archivräume und die Kleiderkammer. Die Einsatzhalle mit einer abgetrennten Waschhalle für die Einsatzfahrzeuge ist im Erdgeschoss, genauso wie der Bereitschaftsraum. Dort gibt es auch technische Räume wie Werkstatt und Serverraum.

Natürlich sind auch Lagerbereich sowie Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen vorhanden.

„Bei der Konzeption des Gebäudes wurde höchster Wert auf die Funktionalität gelegt“, berichtete Klaus-Dieter Zielke, einer der Projektleiter von B. Braun. Außerdem wurde als Generalplaner die kplan AG beauftragt, die sich auf die Realisierung von Feuerwehrstützpunkten spezialisiert hat. „Die Entwicklung des Gebäudes folgte einem klaren Konzept“, erklärte Zielke, „Von den Alarmparkplätzen im hinteren Bereich des Gebäudes geht es direkt in die Umkleiden und dann sofort in die Einsatzfahrzeuge. Zeit ist das A und O bei der Feuerwehr und bei der Konzeption legten wir Wert darauf, dass keine unnötige Zeit verloren geht.“ Zusammen mit den Feuerwehrleuten wurde in sogenannten Koordinationssitzungen immer wieder am Konzept gefeilt.

Modernste Technik

Das hoch moderne Gebäude vereint somit Funktionalität, modernste Technik und ansprechende Architektur. Die Feuerwehrleute arbeiten mit moderner Technologie wie einer automatisierten Absauganlage für die Abgase beim Starten der Wagen. Der vierstöckige Turm wird nicht zum Schlauchtrocknen verwendet, sondern für Übungen. „Den Stützpunkt nutzen B. Braun und die Stadt gemeinsam“, sagte Darius Maloschek, der zweite Projektleiter von B. Braun, „So wird auch die technische Ausrüstung zusammengelegt, was für beide Parteien nur von Vorteil ist.“ Dazu gehört auch eine moderne Schlauchpflegeanlage.

Die Wehren unterstützen sich gegenseitig und helfen einander. Die Stadtteilwehren und ein kleinerer zweiter B. Braun-Stützpunkt in den Pfieffewiesen bleiben vom Umzug unberührt. (zge)

Quelle: HNA

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