Die Neuen des Melsunger Jugendparlaments wollen als Mannschaft punkten

Politik ist ein Basketballspiel, und sie sind das Team: Die neuen Mitglieder des Jugendparlaments von links Aylin Bilgin, Mazlum Gündüz, Salah Mohammed, Odat Gündüz, Adem Hasani, Serkan Erbay und Lisa Zinn. Zum Team gehört auch Fadi Munif Poles. Fotos: Schleichert

Melsungen. Ihr Ziel ist das Melsunger Rathaus: Dorthin zieht es die acht Jugendlichen Aylin Bilgin, Mazlum Gündüz, Salah Mohammed, Odat Gündüz, Adem Hasani, Serkan Erbay, Lisa Zinn und Fadi Munif Poles. Sie sind das neue Jugendparlament.

Am 20. Juni werden sie wieder im Rathaus tagen und über ihre neuen Ämter abstimmen, sagt Salah und deutet auf eine Fensterreihe des Rathauses. Er ist Mitglied des Jugendparlaments, das Kinder und Jugendliche Mitte Mai gewählt haben. Mit Aylin, Odat, Adem, Serkan, Lisa, Mazlum und Fadi wird er oft reden und manchmal streiten. „Streiten?“, fragt Aylin, „Wir streiten nicht. Wir diskutieren.“ Und schon ist die Gruppe mittendrin in ihrer ersten Diskussion.

Aylin Bilgin ist 16 Jahre alt, wirkt aber älter. Zu wenige ihrer Mitschüler haben den Mut, Politik zu machen, klagt sie. „Dabei braucht es nur ein bisschen Zeit und gute Ideen.“

Von der Schule ins Parlament

Am Vormittag saßen sie in der Schule. Nun, es ist schon Abend, sitzen die Nachwuchspolitiker in der Haspel, in einem Stuhlkreis, „weil da jeder jeden sehen kann“, sagt Adem. Auf ihren T-Shirts kleben Namensschilder. Nur Lisas Name klingt deutsch. Sieben von acht Mitgliedern haben Wurzeln im Ausland. Salah schlängt vor, das anders zu sagen: „Eins von acht Mitglieder hat keinen Migrationshintergrund.“ Die jungen Menschen stellen alte Sichtweisen auf den Kopf.

„Wir haben Ziele“, sagt Serkan, und die anderen murmeln zustimmend. Eine ganze Liste mit Ideen hat Serkan schon gesammelt. Ein Kino für Jugendliche. Mehr Projekte in der Haspel. Beleuchtung für den Basketballplatz Am Sand.

Und als Serkan über das düstere Spielfeld klagt, das ein paar Lampen nötig hat, hat Salah Mohammed einen Einfall. Politik ist doch wie Basketball, sagt er. Sie sind ein Team, das sich den Ball zuspielt, den Korb trifft und gewinnt.

Quelle: HNA

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