Neuer Fahrdienst in Edermünde: Mobil mit dem Bürgerbus

Engagiert: Von links Eva Karnauke, Karin Löhr, Werner Otto, Norman Schmidt, Manfred Hagemann, Dieter Döring und Horst Möller sind nur einige der ehrenamtlichen Busfahrer. Foto: Kessler/nh

Edermünde. Einen neuen Fahrdienst für Menschen, die allein nicht mehr mobil sind, bietet die Gemeinde Edermünde ab dem 1. November immer montags, mittwochs und freitags an.

An diesen Tagen wird es künftig die Möglichkeit geben, innerhalb der Gemeinde einen Fahrdienst in Anspruch zu nehmen. Vorige Woche wurde der VW Crafter, in dem bis zu acht Fahrgäste transportiert werden können, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kein Fahrplan

Die Strecke wird für jede Tour individuell nach den gewünschten Zielen gestaltet. Es gibt weder feste Zeiten noch Haltestellen. „Das Fahrzeug ist zwar gelb, aber keine Postkutsche,“ scherzte Bürgermeister Karl-Heinz Färber (SPD). Die Passagiere werden zu Hause abgeholt und direkt zu ihren Zielen gefahren, es entfallen also lange Fußwege.

Damit die 14 ehrenamtlichen Fahrer, die sich bereits gemeldet haben, auch problemlos durch Herbst und Winter kommen, ist der Bus mit Winterreifen, ABS und ESP ausgestattet. Dazu spendierte das Autohaus Glinicke noch ein Navigationsgerät. Ob das tatsächlich gebraucht wird, ist unwahrscheinlich, da der Bus nur Ziele innerhalb von Edermünde anfahren darf.

Um die Kosten für Leasing und Versicherung zu decken, soll der Bus als Werbefläche für regionale Unternehmen dienen. Da die Flächen nicht über Drittanbieter vermarktet werden, sind sie sehr preisgünstig. „Wir haben schon über 50 Prozent der Flächen vergeben, freuen uns aber über jede Anfrage,“ sagte Thomas Bahlke, Büroleiter des Bürgermeisters, der als Ansprechpartner fungiert. Mit der Werbung auf dem Bus tue man auch ein gutes Werk, da man die Seniorenarbeit der Gemeinde direkt unterstütze. Viele Werbekunden würden geraden diesen sozialen Aspekt schätzen, erklärte der Büroleiter.

Für alle Fälle gewappnet

Der Bus ist mit einem Handy samt Freisprecheinrichtung ausgerüstet. Dies dient nicht nur der Koordination der Fahrten, im Notfall kann Hilfe gerufen werden. Bei Pannen schickt das Autohaus Glinicke einen Mechaniker oder einen Abschleppwagen, so Bahlke. Fahrer und Passagiere sind über die Unfallversicherung der Gemeinde zusatzversichert.

Um den Fahrdienst möglichst bald an allen Wochentagen anbieten zu können sucht die Gemeinde nach weiteren Freiwilligen. Jeder, der einen gültigen Pkw-Führerschein besitzt, kann sich melden. Selbst wer nur selten Zeit hat, wird gern genommen, da auch Fahrer zur Vertretung gesucht werden. Am Donnerstag, dem 28. Oktober wird das Autohaus Glinicke allen Fahrern eine Einweisung in das Fahrzeug geben.

Quelle: HNA

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