Neuer Flugplatz für Modellflieger am Isthaer Brand

Kurzer Rasen, ideal für Starts und Landungen der Modellflugzeuge: Mathias Gleim, Modellflugreferent bei der Luftsportvereinigung Kassel-Zierenberg, freut sich auf die bevorstehende Saison auf dem neuen Modellflugplatz am Isthaer Brand. Foto: Thon

Istha/Balhorn. Drei Jahre hat es gedauert, jetzt ist das Ziel zum Greifen nah: Ende April werden die Modellflieger der Flugsportvereinigung (FSV) Kassel-Zierenberg ihr neues Übungsgelände am Isthaer Brand zwischen Istha, Balhorn und Martinhagen einweihen.

Ihren alten Flugplatz am Langen Feld bei Dennhausen müssen sie aufgeben, weil die Gemeinde Fuldabrück dort ein Gewerbegebiet schaffen möchte.

„Wir haben in einem 20-Kilometer-Umkreis um Kassel nach einem geeigneten Grundstück gesucht“, sagt Mathias Gleim, der bei seinem Verein Modellflugreferent ist. Vor drei Jahren wurde der FSV fündig und kaufte einem Landwirt das etwa ein Hektar große Gelände ab. Was dann folgte, verlangte den Sportlern ein hohes Maß an Geduld ab. Etliche Genehmigungen mussten eingeholt und Behördengänge erledigt werden - angefangen von der Zuwegung für Rettungskräfte bis hin zum Naturschutz mussten die Modellflieger Auflagen erfüllen. Für ein avifaunistisches Gutachten habe ein Experte vier Monate lang jeden zweiten Tag morgens und abends die Vögel am Isthaer Brand gezählt, sagt Gleim. Am Ende habe sich dann herausgestellt, dass die Vogelwelt an dieser Stelle keine Überraschungen bereithält. Dennoch werde der Verein auf einem angrenzenden Acker Feldlerchen-Fenster anlegen. Bei ihnen handelt es sich um Rückzugsorte für Vögel, die der Landwirt bei der Bestellung seiner Flächen ausspart.

Konflikte erwartet 

Gegenwind gab es für die Modellflieger dennoch. Sowohl der Ortsbeirat Istha, als auch der Wolfhager Magistrat lehnten den Modellflugplatz an dieser Stelle ab, konnten sich beim Regierungspräsidium Kassel jedoch nicht durchsetzen. Wie Isthas Ortsvorsteher Wolfgang Hensel sagt, würden Konflikte mit der Landwirtschaft und dem Jagdpächter erwartet. Darüber hinaus führe über das Gelände des FSV ein Weg, über den eine städtische Ausgleichsfläche angebunden sei, sagt Wolfhagens Stadtrat Robert Kessler.

Mathias Gleim hofft auf einen reibungsfreies Saisonstart. Modellflugzeuge mit einer Spannweite von 30 Zentimetern bis acht Metern, mit und ohne Motor, werden dann vom Gelände in eine Höhe von bis zu 300 Metern aufsteigen. Gesteuert werden die Modelle von Piloten am Boden. „In den nächsten Wochen werden wir noch einen Sicherheitszaun errichten“, sagt der 49-Jährige. Die Vereinsmitglieder würden den Flugplatz über den vorhandenen Weg erreichen, geparkt werde auf dem vereinseigenen Grundstück. Zwei Drittel des Grundstücks würden für den Flugsport genutzt, bei dem Rest handele es sich um eine Ausgleichsfläche.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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