Wegen Platznot: Flugsportvereinigung Schwalm baut weitere Unterstellhalle

Neuer Hangar für Flieger

Ziegenhain. Den Segelfliegern wird’s zu eng. Deshalb wird die Flugsportvereinigung Schwalm auf ihrem Vereinsgelände auf den Ringwiesen im Hochwasserrückhaltebecken in Ziegenhain einen weiteren Hangar errichten. Im Frühjahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden und den Planungen nach werden im Sommer die ersten Flugzeuge darin parken.

Zu eng für sieben Flieger

Bereits Mitte der 1970er-Jahre wurde die jetzige Unterstellhalle errichtet und im Laufe der Jahre um das Clubheim und eine Garage erweitert. Während der Flugsaison müssen dort die sieben Vereinsflugzeuge Platz finden – so dass möglichst keins beschädigt wird. Angesichts der Enge kein leichtes Unterfangen, beschreibt es Ludwig May, Vorsitzender der Flugsportvereinigung. Es sei schon zu Schäden gekommen.

Wartung im Winter

Deshalb konnte bis jetzt der beheizte Teil dieser Halle nur in den Wintermonaten als Werkstatt für Wartungsarbeiten genutzt werden. Im Winterbetrieb nämlich nehmen die Flugzeuge deutlich weniger Platz ein. Sie werden abgebaut und in den Transportanhängern verstaut.

Hochwasserschutz

Bereits seit Jahren erwäge man eine Erweiterung, sagt Vorsitzender May – angesichts der besonderen Lage im Hochwasserrückhaltebecken und mitten in einem Vogelschutzgebiet allerdings kein einfaches Unterfangen. Beispielsweise mussten spezielle Gutachten eingeholt werden. Und für das Volumen, das die neue Halle einnehmen wird, muss sich der Verein aktiv an einer Ausgleichsmaßnahme beteiligen. In diesem Fall soll ein Stück der Grenzebach in ihrem Mündungsbereich zur Schwalm renaturiert werden. Dabei gehen Berechnungen davon aus, dass die neue Halle dem Rückhaltebecken ein Einstauvolumen von 270 Kubikmetern Wasser wegnehmen würde.

Die Kosten

Entstehen wird für insgesamt 160 000 Euro ein 26 mal 16,5 Meter großer Hangar in Holzständerbauweise mit Blechverkleidung vis-à-vis der bisherigen Unterstellhalle. Mit 40 000 Euro fördern nach Angaben des Vereinsvorsitzenden das Land und mit je 12 000 Euro der Landkreis und die Stadt Schwalmstadt das Projekt. 6000 Euro steuert der Landessportbund bei.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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