Chefarzt-Duo Zemke und Delles treibt den Ausbau Geriatrie mit bald 46 Betten voran

Neuer Mann für die Alten

Verstärkt das Team: Dr. Jens Zemke (links) hat diese Woche seinen Dienst als zusätzlicher Chefarzt der Geriatrie in Ziegenhain angetreten, neben ihm seine Kollegen Dr. Norbert Hesselbarth, Dr. Matthias Schulze sowie Asklepios-Regionalmanager Dr. Dirk Fellermann, es fehlt Dr. Delles. Foto: Quehl

Schwalmstadt. Als zusätzlicher Chefarzt für die Geriatrie (Altersmedizin) am Klinikum in Ziegenhain wurde gestern Dr. Jens Zemke vorgestellt.

Zemke war bisher Chefarzt der Inneren Abteilung am Asklepios-Klinikum Homberg. Jetzt wird der 46-jährige Facharzt für Innere Medizin zusammen mit dem langjährigen Chefarzt Dr. Hilko Delles (59) den Ausbau der geriatrischen Abteilung mit derzeit 35 Betten voran treiben. Es ist die einzige akutgeriatrische Hauptabteilung im Landkreis und soll nach dem Klinikumbau sogar 46 Betten für alte Patienten mit mehreren Krankheitsbildern bieten.

Dr. Zemke sei den Menschen in Homberg bestens bekannt, er wird in der Kreisstadt zu den Sprechzeiten weiter zur Verfügung stehen. Und Zemke, der in Melsungen wohnt und dort 1992 als Assistenzarzt begonnen hatte, wird sich einmal in der Woche auch im dortigen Krankenhaus besonders um die Gruppe alter Patienten kümmern.

Asklepios-Regionalmanager Dr. Dirk Fellermann sieht ein deutliches Plus für die Altenmedizin, schon wegen der demographischen Entwicklung. Für ihn liegen die Vorteile für alte Patienten, die aus Homberg und Melsungen ins Klinikum Ziegenhain zur Behandlung kommen, auf der Hand: Die könne ohne Informationsverlust und ohne neue Voruntersuchungen einfach anschließen. Den alten Menschen stünden in Ziegenhain alle Fachärzte und Angebote aus den Bereichen Physio-, Ergo- und Sprachtherapie sowie Krankengymnastik zur Verfügung.

„Sie sollen bei uns nicht nur aufgehoben sein, sondern gefördert und dabei wieder fit für den Alltag werden“, unterstrich Herzspezialist Schulze. Es ergäben sich zahlreiche Überlappungen mit Bereichen der Rehabilitation, ergänzte Norbert Hesselbarth. Wichtig sei, dass diese Patienten nicht wie früher in abgelegenen Gebäuden versorgt werden, sondern gerade ihre Versorgung müsse diagnostisch und therapeutisch eingegliedert sein. Deshalb sei die Geriatrie kein geschlossenes System. (aqu)

Quelle: HNA

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