Innenminister übergab Bescheide

Homberg darf sich jetzt Reformationsstadt nennen

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Vor der Reformationskirche: von links Innenminister Peter Beuth, Bürgermeister Martin Wagner, Stadtverordnetenvorsteher Heinz Marx und Dekanin Sabine Tümmler.

Homberg. Es waren nur zwei bedruckte Blätter Papier, die der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) bei seinem Hombergbesuch im Gepäck hatte. Aber die haben es für die Kreisstadt in sich. Sie darf sich nun offiziell Reformationsstadt nennen.

Zum einen trägt Homberg nun ganz offiziell einen Zusatz und heißt jetzt Reformationsstadt. Hintergrund ist die Synode, die 1526 in Homberg stattfand und bei der die Reformation Hessens beschlossen wurde.

Einmalig in Hessen

Hessenweit sei das einmalig, sagte der Minister, und wies darauf hin, dass Anträge auf Zusatzbezeichnungen vom Hauptstaatsarchiv gründlich geprüft würden, bevor sie bewilligt werden.

Hombergs Bürgermeister Martin Wagner (CDU) betonte die Bedeutung der Synode und der Reformation für das Land, denn die Auswirkungen seien umfangreich gewesen: „Ohne uns keine Dorfschule, keine Uni Marburg, kein Landeswohlfahrtsverband und kein Hessen in seiner Grundstruktur“, sagte er.

Wagner bekräftigte den Plan, ein Haus der Reformation in Homberg einzurichten. Es solle spätestens im Reformationsjahr 2017 eingeweiht werden.

Homberg wird nicht sofort neue Ortsschilder bekommen, diese würden nach und nach ausgetauscht.

Auf dem anderen Papier des Ministers stand eine Zahl: 4 037 000. So viele Euro bekommt die Stadt Homberg aus dem Landesausgleichsstock. Es soll ihr damit ermöglicht werden, Schulden abzubauen.

Beuth betonte, dass die Kosten des Hessentags – laut Wagner 2,9 Millionen Euro – dabei nicht gegengerechnet worden seien. Die Kritik, dass der Hessentag zu teuer gewesen sei, müsse damit vom Tisch sein, sagte Wagner, zumal neun Millionen in die Infrastruktur investiert worden seien.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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