Taunus-Krimi „Muttertag“

Neuer Nele-Neuhaus-Krimi: Bei diesem Kasseler Kommissar holt sich die Autorin Tipps

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Sie lernten sich bei der Verleihung des GdP-Sterns kennen: Kassels GdP-Chef Lars Elsebach und die Bestseller-Autorin Nele Neuhaus. In ihrem neuen Krimi dankt Neuhaus dem Kommissar für seine Tipps. Zudem hat sie ihm eine Widmung geschrieben.

Die Bestseller-Autorin Nele Neuhaus knackt mit ihrem neuen Kriminalroman wieder Rekorde. Für ihren neuesten Taunus-Krimi bekam die Schriftstellerin Unterstützung aus Kassel.

Innerhalb einer Woche hat sich ihr Roman „Muttertag“ 59.000 Mal verkauft, sagt Neuhaus gegenüber unserer Zeitung. Kriminaloberkommissar Lars Elsebach gab der Autorin für den Krimi hilfreiche Informationen rund um die Arbeit der Kripo.

 „Je länger ich in dem Buch lese, desto mehr finde ich mich darin wieder“, sagt Kriminaloberkommissar Lars Elsebach. Der 45-jährige Ermittler aus Kassel spricht von dem neuen Kriminalroman der Bestseller-Autorin Nele Neuhaus. Kürzlich ist mit „Muttertag“ der neunte Band des Taunus-Krimis rund um die Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein erschienen.

Für diesen Roman hat sich die Erfolgsautorin von Elsebach beraten lassen. Im Gegenzug hat Neuhaus ihn in der Danksagung am Ende des Buches erwähnt: „Herrn Kriminalhauptkommissar Lars Elsebach für ausführliche und hilfreiche Informationen rund um die Arbeit der Kriminalpolizei“ ist dort zu lesen. Neuhaus habe ihn dabei sogar zum Kriminalhauptkommissar befördert, sagt Kriminaloberkommissar Elsebach.

Nele Neuhaus

Jedenfalls ist es ein Erfolgsprojekt: Neuhaus ist begeistert, dass sich ihr Roman in der ersten Woche 59.000 Mal verkauft habe. Damit schneide sie auf dem deutschen Markt besser als Michelle Obama mit ihrer Autobiografie „Becoming“ ab, sagt die 51-Jährige.

Kennengelernt haben sich Neuhaus und Elsebach, der auch Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Kassel ist, im April 2017. Damals bekam die Autorin von der GdP in der Baunataler Stadthalle den GdP-Stern verliehen. Diese Ehrung bekommen Menschen, die dafür sorgen, dass der Polizeiberuf positiv in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Sie sei sehr glücklich über diese Auszeichnung, sagte Nele Neuhaus damals. Der Preis zeige ihr, dass sie gut für ihre Romane recherchiere.

Aber man lernt ja nie aus, auch nicht als Autorin von spannenden Thrillern. Nach der Preisverleihung blieben Neuhaus und Elsebach, der im Kommissariat ZK20 (Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität) arbeitet, noch in Kontakt. Sie schickte ihm zum Beispiel ein Foto von dem GdP-Stern, der einen schönen Platz in ihrem Arbeitszimmer bekommen hat. Und sie fragte ihn, wie eine Tatortübergabe von der Schutzpolizei zur Kriminalpolizei genau funktioniert. Da war sie früher wohl mal für eine Beschreibung in einem Roman kritisiert worden.

Bereits auf Seite 27 hat Neuhaus einen Hinweis von Elsebach umgesetzt: Der Polizeiführer vom Dienst ruft Ermittlerin Pia Sander an und berichtet ihr, dass ein Schutzpolizist eine Leiche in einem Haus in Mammolshain gefunden hat. Elsebach hat Neuhaus auch erzählt, dass sich Ermittler untereinander zum Infoaustausch keine WhatsApp schreiben dürfen. Aus Sicherheitsgründen. Das wird in dem Roman auch thematisiert.

„Ich habe unter meinen Lesern sehr viele Polizisten“, sagt Neuhaus gegenüber unserer Zeitung. „Von daher ist es doppelt wichtig, dass alles stimmt.“ An Elsebach schätze sie, dass er nicht nur Tipps als Kriminalpolizist geben könne, sondern auch als Gewerkschafter. Die Zusammenarbeit sei einfach gewesen. Wenn sie eine Frage hatte, habe er sich innerhalb weniger Minuten bei ihr gemeldet und sie konnte weiterschreiben. Sie kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit Elsebach gut vorstellen. „Das ist eine wertvolle Beratung aus Kassel.“

Auch wenn der Kommissar den Roman „Muttertag“ (552 mitreißende Seiten) noch nicht bis zum Ende gelesen hat, so bezeichnet er ihn als sehr „authentisch“. Er erkenne die Polizeiarbeit wieder. „Ich habe den Leichengestank in der Nase, wenn Pia in die Wohnung geht und den toten Mann findet. Das kenne ich aus meiner Zeit beim Kriminaldauerdienst.“

Dass ihn die Autorin am Ende des Romans bei ihm bedankt und ihm ein Exemplar mit Widmung geschickt hat, habe ihn „völlig überrascht“ und „total gefreut“, sagt Elsebach, der verheiratet ist und zwei Kinder hat.

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