Stadt Wolfhagen investiert in Naturschutz

Neuer Schlepper für den Heckenschnitt

Präzisionsarbeit: Petra Ochs steuert das Mähgerät und den Mäh-arm präzise an der Hecke entlang.

Wolfhagen. Die Stadt Wolfhagen rüstet ihren Fuhrpark auf und will für 190000 Euro einen neuen Landmaschinenschlepper anschaffen. 

Wenn Petra Ochs mit ihrem MB-Trac unterwegs ist, macht sie alles kurz und klein. Das ist auch so gewollt. Denn sie pflegt Hecken und Sträucher im Naturschutzgebiet Glockenborn im Auftrag der Stadt Wolfhagen. Und sie ist absolut präzise mit dem mit Luftdruck betriebenem schweren Gerät. „Sie kennt hier jeden Winkel“, sagte Forstamtsrat Lars Eskuche, Leiter Technischer Außendienst und stellvertretender Leiter der Abteilung Umwelt und Tiefbau bei der Stadt Wolfhagen.

Der Mähaufsatz schneidet alles. Hat er erstmal was in den Fängen, gibt es kein Zurück mehr. Selbst Masten von Verkehrsschildern würde er ganz einfach durchknipsen. Die Mähaufsätze sind je nach Bedürfnis veränderbar. Die Stadt Wolfhagen erfüllt mit diesen Schnittarbeiten die Verkehrssicherungspflicht. Denn ein durch eine hervorstehende Hecke abgerissener Treckerspiegel ist teuer. Aber auch Spaziergänger sollen unbeschadet auf den Wegen gehen können.

150 bis 200 Lkw-Ladungen Heckenschnitt werden pro Schnittsaison vom 1. Oktober bis 28. Februar fällig. Wegen der Vogelbrut darf nach diesem Datum nicht mehr geschnitten werden. Der Schnitt wird zu einem Zwischenlager zum Graner Berg gefahren und dann geschreddert.

Petra Ochs’ Arbeitsgerät, der MB-Trac, hat jetzt allerdings ausgedient. Nach 35 Jahren und 30 000 Betriebsstunden soll jetzt ein neuer Landmaschinenschlepper angeschafft werden. Rund 190 000 Euro kostet der und wird aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) mit 90 000 Euro bezuschusst.

Petra Ochs ist ausgebildete Gärtnerin. Gelernt hat sie bei der Stadt Wolfhagen und ist damit die Fachfrau für die Umwelt- und Landschaftspflege in Wolfhagen. Dass ihr diese Arbeit Spaß macht, merkt man ihr an. Auf das neue Arbeitsgerät freut sie sich. Das wird dann auch für sie etwas komfortabler sein, weil es dann nicht mehr so zugig ist in der Fahrerkabine und weil sie sich dann nicht mehr so verbiegen muss. Derzeit ist es nämlich so, dass sie halb zur Seite gebeugt im Fahrerhaus sitzt und den Mäharm, genannt Ausleger, bedient.

Die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der Anbaugeräte gewährleisten die ganzjährige Nutzung der Ausleger. Damit lässt sich zum Beispiel auch Gras mähen.

Quelle: HNA

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