Verein Miteinander-Füreinander baut für 100 000 Euro Pfarrhaus zur Begegnungstätte um

Neuer Treff für die Alten

Neuer Treffpunkt: Das ehemalige Ottrauer Pfarrhaus wird in eine Begegnungsstätte umgebaut. Rechtes Bild: Christian Wachter, Frank-Martin Neupärtl, Petra Müller-Klepper, Heinz Grein und Heinrich Ploch (von links) stehen hinter der Idee. Fotos: Archiv/nh

Ottrau. Einander helfen und begegnen, gleich welchen Alters – das hat sich der Ottrauer Verein Miteinander-Füreinander zum Ziel gesetzt. Im März 2010 gründete sich der Verein, der inzwischen 61 Mitglieder hat. „Die Mitglieder wollen älteren Menschen ein Leben im Miteinander der Generationen ermöglichen“, sagt der Vorsitzende Heinrich Ploch. Deshalb gibt es in Ottrau bald einen neuen Treffpunkt. Das ehemalige Pfarrhaus wird zur Begegnungsstätte mit Plätzen zur Tagesbetreuung umgebaut.

Finanziert werden kann das Projekt mithilfe von Spenden: 55 000 Euro schießt das Hessische Sozialministerium zu. Staatssekretärin Petra Müller-Klepper überbrachte die gute Nachricht. Zudem stellt die Landeskirche ein zinsloses Darlehen zur Verfügung. „Wir gehen von Baukosten von 100 000 Euro aus“, sagte Dekan Christian Wachter.

„Idee mit Modellcharakter“

Gemeinsam mit Landrat Frank-Martin Neupärtl, Bürgermeister Heinz Grein, Pfarrer Andreas Fink, Dekan Christian Wachter sowie Oikos-Geschäftsführerin Petra Lauer ließ sich Staatsekretärin Klepper von Heinrich Ploch über das Konzept informieren. Für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck habe die Idee Modellcharakter, sagte Wachter.

Die Nachbarschaftshilfe werde bereits von den Mitgliedern organisiert und immer häufiger nachgefragt, sagte der Vorsitzende. Für die Begegnungsstätte und die Tagesbetreuung hat sich der Verein einen diakonischen Kooperationspartner gesucht: das Sozialzentrum Oikos in Ziegenhain.

Auch Landrat Neupärtl unterstützt die Idee. Nach der Eröffnung des Pflegestützpunktes in der Kreisstadt Homberg gelte es durch Initiativen wie diese ein Umfeld zu schaffen, das die Lebensqualität für älterwerdende Menschen erhöht, ihnen aber die Möglichkeit bietet, im vertrauten Umfeld zu leben. „Mit diesem Konzept werden gleichzeitig auch die Angehörigen entlastet“, sagte er.

Demografischer Wandel

Dekan Christian Wachter wies darauf hin, dass der Verein die Zeichen der Zeit erkannt habe: „Der demografische Wandel wird nicht als Last, sondern als eine Gestaltungsaufgabe begriffen“.

Heinz Grein hat für seinen bevorstehenden Ruhestand versprochen, im Verein mitzuarbeiten. „Neben dem Geld, das der Staat zur Verfügung stellen kann, lebt ein solcher Verein vor allem durch das freiwillige Engagement der in dieser Region lebenden Menschen“, betonte der Bürgermeister. (zsr)

Quelle: HNA

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