Körler Jugendzentrum soll in das Gebäude des Gasthauses Zur Krone umziehen – Neuer Förderverein

Neuer Treffpunkt ist in der Ortsmitte

Mit der Jugendarbeit in Körle soll es weitergehen. Es gibt nun den Förderverein „Kinder und Jugendliche Körle.“ Der Vorstand von links: 1. Vorsitzender Stefan Brieger, 2. Vorsitzender Thomas Bakowies, Schriftführerin Marjoleine Palm-Döring und Kassierer Mario Gerhold. Foto:  privat

Körle. Um die Arbeit der Jugendpflege zu unterstützen, gründeten Körler Einwohner zusammen mit Bürgermeister Mario Gerhold den Förderverein Kinder und Jugendliche Körle. Der Verein versteht sich als ideeller Träger der Kinder-und Jugendangebote und möchte Spenden sammeln für die Anschaffung von Arbeitsmaterial und für Aktionen.

Da die Kirche aus finanziellen Gründen die Mitfinanzierung der Jugendpflege zum Jahresende beendet und auch den Raum für das Jugendzentrum im Lärchenweg ab März 2012 nicht mehr zur Verfügung stellt (wir berichteten), beschlossen die Gemeindevertreter den Erhalt des Angebotes für die 6- bis 27-Jährigen. Es soll weiterhin einen offenen Jugendtreff an einem zentralen Ort in Körle geben.

Außerdem soll die Jugendpflege mit den Angeboten der örtlichen Vereine sowie der Grundschule stärker verknüpft werden. Die Personalkosten werden künftig durch Kreis und Gemeinde getragen.

Nun wurde auch ein neuer Raum im Gebäude des Gasthauses Zur Krone gefunden.

Dessen Eigentümer – der 2005 gegründete Förderverein Gasthaus Zur Krone – erwarb das Gebäude, um die Dorfkneipe als Kommunikationszentrum und als Treffpunkt für den Sportverein zu erhalten.

Jugendclub belebt den Ort

Wenn schon die Einkaufsmöglichkeiten in der Ortsmitte verschwänden, sollte es wenigstens soziale und kulturelle Angebote geben, sagte der Vorsitzende Achim Erbeck. Und ein Jugendclub belebe schließlich das Ortszentrum. Man sei sich aber auch der Verantwortung bewusst. Es habe aber niemand Sorge vor der Entstehung eines sozialen Brennpunktes. „Die Jugend gehört zum Dorf dazu“, sagte Eberbeck.

Zwei Kellerräume sind frei und könnten in ein Jugendzentrum umgebaut werden, wenn dafür eine Baugenehmigung erteilt wird. Die Räume sind von der Gaststätte getrennt und verfügen über einen eigenen Eingang an der hinteren Wand der Bushaltestelle. Mit knapp 90 Quadratmetern bieten die Räume genug Platz für den Jugendtreff, der wieder mit Billardtisch und drei Computerplätzen eingerichtet werden soll. Geplant ist außerdem ein Büro für den freiwillig Sozialdienstleistenden sowie für den Sportverein TSV Rot-Weiß Körle.

Bürgermeister Mario Gerhold rechnet mit etwa 50 000 Euro Umbaukosten. Die Räume sind im derzeitigen Zustand nicht nutzbar, es fehlen beispielsweise noch Fußböden, auch Toiletten sind nicht vorhanden. „Wir hoffen, dass wir im Rahmen der Dorferneuerung Fördermittel erhalten. Das wäre für Körle eine große Hilfe“, sagte Gerhold.

Er sei glücklich über die Zustimmung des Fördervereins, den Jugendtreff aufzunehmen. Schließlich sei es „eine harte Nuss“, einen Raum für ein Jugendzentrum zu finden. Im neuen Jugendzentrum hätten die rund 30 Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig die Angebote der Jugendpflege nutzen, weiterhin einen Treffpunkt in der Mitte des Ortes.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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