Neuer Wolfhager Bahnhofsvorplatz zwei Wochen vor seiner Zeit fertiggestellt

Der neue Bahnhofsvorplatz in Wolfhagen: Über seine Fertigstellung freuen sich (von links) Ordnungsamtsleiter Helmut Rupp, Erster Stadtrat Horst Förste, Frank Nagelschmitt, bei der Stadt zuständig für Wirtschaftsförderung und Heinz-Georg Henkelmann vom Ingenieurbüro Müller. Fotos: Thon

Wolfhagen. Es sind Restarbeiten, die auf dem Bahnhofsvorplatz in Wolfhagen noch zu erledigen sind: Ein paar alte Leuchten müssen gegen LEDs ausgetauscht, ein Straßenschild versetzt, zwei Taxistände ausgewiesen und irgendwie müsste der gesamte Platz noch einmal gefegt werden.

Ansonsten ist die Park & Ride-Anlage fertig - zwei Wochen früher als geplant, sagt Heinz-Georg Henkelmann, Planer im ortsansässigen Ingenieurbüro Müller.

Seit Ostern wurde auf dem Gelände gearbeitet, 340 000 Euro flossen in den Vorplatz, weitere 160 000 Euro in die Bahnhofstraße, die auf einer Länge von 180 Metern zwischen Friedrichstraße und der Raiffeisen-Warenzentrale grundhaft erneuert wurde. Die Kosten teilen die Stadt Wolfhagen und das Land Hessen unter sich auf.

Kurze Wege zum Bus

Erstmals können Fahrgäste für ihre weitere Reise die neue Bushaltestelle unmittelbar am Bahnhof nutzen. Die längeren Wege zu den Haltestellen an Schützeberger Straße und Lynkerstraße sind damit passé. Das Wartehäuschen ist transparent, es schützt vor Regen und Wind.

Der Bussteig selbst ist 60 Meter lang, auf ihm haben drei Busse hintereinander Platz. Die Zustiege zu den Fahrzeugen erfolgen stufenlos. Für Menschen, die auf einen Blindenstock angewiesen sind, wurden parallel zum Bordstein taktile Felder verlegt, die den Sehbehinderten den Weg zum Einstieg in den Bus weisen.

Ein in den Hang unterhalb der Bahnhofstraße gebauter Treppenaufgang sorgt für mehr Sicherheit, Schüler müssen auf ihrem Weg zur Wilhelm-Filchner-Schule nur noch kleine Straßen überqueren. Die Zahl der Parkplätze wurde von 30 auf 62 erhöht, hinzu kommen drei barrierefreie Stellplätze für behinderte Menschen - sie befinden sich auf kürzester Distanz zu den Bahnsteigen. Die Stellplätze unmittelbar am Bahnhof werden wie bislang üblich angefahren; die Parkplätze, die sich näher an der Raiffeisen-Warenzentrale befinden, müssen über die neu ausgebaute Bahnhofstraße angesteuert werden, nach einer scharfen Linkskurve wird die Zufahrt zur Einbahnstraße.

Für Menschen, die regelmäßig zwischen Wohnung und Bahnhof mit dem Rad pendeln, bietet die Stadt einen besonderen Service an. Sie hat zehn verschließbare Fahrraboxen aufstellen lassen. Die Container, in die die Räder geschoben werden können, vermietet die Stadt. Die jährliche Miete beträgt 24 Euro, plus 25 Euro Pfand für den Schlüssel. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sagt Frank Nagelschmitt, Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Bei ihm gibt es den Schlüssel.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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