Neuer Kaplan Pater Bartek zieht ins Ziegenhainer Kloster ein

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Neu in Ziegenhain: Bartlomiej Cytryki heißt der Kaplan, der künftig im Kloster in Ziegenhain arbeitet.

Schwalmstadt. Das Kloster Maria Hilf der Oblatenmissionare in Ziegenhain hat einen neuen Mitbruder: Bartlomiej Cytryki OMI.

Das OMI steht für Oblati Mariae Immaculate und zeigt seine Zugehörigkeit zum Orden der Oblatenmissionare.

Pater Bartek, wie ihn die Menschen kurz nennen, arbeitet seit August als Kaplan für die katholischen Kirchengemeinden Frielendorf, Neukirchen, Oberaula, Schrecksbach, Trutzhain und Ziegenhain. Der 29-Jährige stammt aus Lubliniec, Polen.

Nach seinem Abitur studierte er an der Universität Adam Mickiewicz in Posen und beendete sein Studium 2012 mit dem Magister der Theologie. Bereits 2010 legte er die Ewigen Gelübde ab. 2011 empfing er die Diakonweihe und 2012 die Priesterweihe. Von 2012 bis Sommer 2015 arbeitete Cytryki als Kaplan in Breslau.

Das Pfarramt in Ziegenhain kennt Bartlomiej Cytryky bereits von einer Urlaubsvertretung, die er im Sommer 2013 übernommen hatte. Neu ist für ihn das Zusammenleben in der kleinen Gemeinschaft mit nur drei Brüdern.

„In Breslau waren wir zwölf, im Studium sogar über 100 Mönche“, erzählt er. „Hier ist es eher wie in einer Familie“, sagt Cytryki, „wir beten zusammen, aber wir kochen und essen auch zusammen. Ja, wir putzen sogar zusammen.“

Das schöne Wetter nutzt der 29-Jährige Pater Bartek in seiner Freizeit für ausgedehnte Fahrradtouren. „Mich interessieren alte Kirchen, ich bin schon bis Borken und Marburg geradelt“, berichtet er. Auch die nähere Umgebung erkundet er mit seinem Fahrrad.

Welche Aufgabe Kaplan Cytryki dauerhaft in der Pfarrei übernehmen wird, steht noch nicht fest. In Breslau lag sein Schwerpunkt auf der Kinder- und Jugendarbeit. So kennt sich Bruder Bartek gut mit den neuen sozialen Medien im Internet aus. „Ich nutze Facebook, um Hinweise auf interessante Glaubensaspekte zu geben, es ist ein guter Platz, um über Gott zu sprechen“, sagt der Kaplan.

Spaß am Sport hat Bruder Bartek ebenfalls. Er schwimmt gern und fährt Ski. „Mit den Kindern und Jugendlichen in Breslau habe ich auch Fußball gespielt“, erinnert sich Bruder Bartek, „die fanden es toll, dass ihr Kaplan auch das kann.“

In den nächsten drei Monaten wird Kaplan Cyrtyki nur am Wochenende in Ziegenhain sein und die Messe lesen, da er einen Intensivkurs Deutsch in Mainz besucht. Er habe zwar in der Schule Deutsch gelernt, aber um mit der Sprache zu arbeiten, müsse er noch Einiges lernen, so Cyrtyki. (zcd)

Quelle: HNA

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