Neues Abbuchungsverfahren bedeutet Mehraufwand für Vereine

Wolfhager Land. Ab Februar 2014 gilt in Deutschland ein neues Verfahren bei Lastschrifteinzügen. Ein einheitlicher europäischer Standard für den Zahlungsverkehr (Sepa) wird dann Pflicht. Auch jetzt sind Überweisungen und Einzüge mithilfe von Sepa bereits möglich.

Auf die Vereine im Wolfhager Land, die Mitgliedsbeiträge noch per Lastschriftverfahren einziehen, kommt nun eine Menge Arbeit zu. „Wir raten dazu, jetzt die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Augen zu und durch funktioniert hier nicht“, sagt Nicola Mütterthies, Sprecherin der Kasseler Sparkasse. Bei der deutschen Bundesbank müssen die Vereine eine Identifikationsnummer beantragen, die den Gläubiger eindeutig identifiziert. Zudem wird jedes Mitglied vom Verein mit einer persönlichen Mandatsreferenznummer ausgestattet.

Über beide Nummern muss der Verein die Mitglieder mindestens 14 Tage vor dem ersten Einzug informieren. Auch wenn sich Änderungen, wie beispielsweise Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge, ergeben, muss jedes Mitglied in einem gesonderten schreiben informiert werden.

Lastschriftverfahren können dann nur noch online abgewickelt werden. „Ohne Computer kann das natürlich schnell zum Stolperstein werden“, sagt Michael Fiedler, Vertriebsleiter bei der Raiffeisenbank in Wolfhagen. Überweisungen benötigen dann die 22-stellige IBAN-Nummer.

Willi Röhn, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Region Kassel, weiß, was auf die Vereine zukommt: „Jedes Mitglied anschreiben, Tauglichkeit der Abbuchungssoftware prüfen und anpassen, da fällt eine Menge Arbeit für die Vereine an.“ Vereine, die ein Computerprogramm zur Verwaltung der Lastschrifteinzüge nutzen, werden von der Sparkasse unterstützt. Bei der Umstellung auf Sepa hilft die kostenlos zur Verfügung gestellte Software „SPG Verein“. zum Tage/Hintergrund/2. Seite

Quelle: HNA

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