Veränderungen im Museum der Schwalm: Erste Trauung am vergangenen Wochenende

Neues aus alten Räumen

Premiere im Museum: Standesbeamter Martin Dörr traute Jacqueline und Martin Hainmüller aus Ziegenhain, Sarah Staufenberg (links) Christina Bauer waren die Trauzeugen. Foto: privat/nh

Schwalmstadt. Es tut sich etwas im Museum der Schwalm in Ziegenhain. Die im Juli begonnenen Umbau- und Renovierungsarbeiten laufen auf Hochtouren und allmählich nimmt das neue Konzept Gestalt an. Heller und freundlicher soll das Museum werden und sich mit neuen Angeboten als Kulturzentrum etablieren. Eine Premiere gab es schon am vergangenen Wochenende: Erstmals gab sich im Willingshäuser Saal des Museums mit Jacqueline und Martin Hainmüller aus Ziegenhain ein Paar im Museum das Ja-Wort vor dem Standesbeamten.

Früher diente der Willingshäuser Saal bei Veranstaltungen als Museumscafé. Jetzt wurde er zu einem Trauzimmer umgestaltet. Vom Flur aus gewährt eine neue Tür mit Glaseinsatz Einblick in einen großzügigen Raum in Weiß und Hellgrau. Zwei Holzbalken erinnern an dessen ursprüngliche Gestalt.

Licht sorgt für Stimmung

Zur Küche hin wurde das Trauzimmer mit einer goldenen Trennwand versehen. Diese kann mit LED-Leuchten in verschiedenen Farbtönen angestrahlt werden und so für ganz unterschiedliche Stimmungen sorgen.

Bis zur ersten Trauung war vieles zu tun. Erst nachdem der Fußbodenanstrich getrocknet war, wurde das Trauzimmer fertig eingerichtet und dekoriert. Bequem und zweckmäßig sind die neuen Stühle, auf denen die Gäste im Trauzimmer sitzen werden. Ein neuer Türdurchbruch in der zwischen Trauzimmer und Kunstkabinett liegenden Küche ermöglicht das Vorbereiten von Sektempfängen ohne die Zeremonie im Trauzimmer zu stören. Geplant ist in naher Zukunft eine neue Einrichtung für die Museumsküche. Erneuert wurde bereits die Toilette im oberen Stockwerk. Die Renovierungsarbeiten der zweiten Toilette im unteren Stockwerk sind noch nicht abgeschlossen.

Ähnlich wie im Trauzimmer soll auch der Boden des Kunstkabinetts bald einen neuen, helleren Anstrich erhalten. Den unter dem Kunststoffbelag liegenden alten Dielenboden aufzuarbeiten, sei zu aufwändig, sagt Jäckel. „Heiraten mit Herz im Museum der Schwalm“ ist das künftige Motto für die Trauungszeremonie. „Und das neue Trauzimmer stößt auf großes Interesse“, sagt Marion Jäckel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Für fünf weitere Trauungen, darunter eine in Schwälmer Tracht, gab es bereits Anfragen.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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